Veganuary: ein Monat ohne tierische Produkte

Was nach einer Herausforderung klingt, ist gleichzeitig auch eine Chance: Der Veganuary lädt dazu ein, den Januar komplett vegan zu gestalten. Mit guter Vorbereitung und ein paar Tipps wird daraus ein Experiment, das die Sicht auf eine rein pflanzenbasierte Ernährung nachhaltig verändern kann.

Den ganzen Januar auf tierische Produkte verzichten. Das ist das simple Konzept des Veganuary – einem englischen Kofferwort aus «vegan» und «January». Hinter der Idee steckt weit mehr als nur eine kreative Wortschöpfung. Begründet wurde die Bewegung 2014 von der gleichnamigen gemeinnützigen Organisation aus Grossbritannien. Mit Veganuary Schweiz gibt es auch einen Schweizer Ableger, der zur Herausforderung einlädt und jede Menge Starthilfe und Unterstützung bietet.

Veganer Januar –warum eigentlich?

Es wäre vermessen, bestimmte Ernährungsformen zu propagieren. Primär ist eine ausgewogene Ernährung wichtig. Ob tierische Produkte dazugehören, bleibt eine individuelle Entscheidung. Der Veganuary ist aber eine Möglichkeit, für eine befristete Zeit eine neue Perspektive einzunehmen – und er sensibilisiert definitiv auf einen bewussteren Umgang mit der eigenen Ernährung.

Ein unbestritten positiver Effekt zeigt sich im Klimaschutz und der Reduktion von Tierleid. Gemäss WWF Schweiz verursacht die Ernährung in der Schweiz im Schnitt 16 Prozent unseres CO2-Fussabdrucks. Einen Grossteil davon gehen auf das Konto tierischer Lebensmittel wie Fleisch, Fisch, Milchprodukte und Eier. Der ökologische Fussabdruck einer ausgewogenen Ernährung könne bis zu 40 Prozent geringer sein als der durchschnittliche, tierproduktbasierte Ernährungsstil in der Schweiz.

Wer es gerne selbst versuchen möchte, wird von Veganuary Schweiz unterstützt. Auf ihrer Website kann man sich für den Veganuary anmelden und erhält den ganzen Monat praktische Ernährungs- und Einkaufshilfen sowie Rezepte für das Vorhaben.

Vorbereitung ist die halbe Miete

Milchersatz, Margarine, Vollkorngetreide, Hülsenfrüchte – mit diesen Essentials kann der eigene Vorrat bedenkenlos aufgefüllt werden. Am besten erstellt man vorab einen Ernährungsplan. Das schont das Portemonnaie, weil man so nur das einkauft, was man wirklich benötigt. Apropos Einkaufen: Nie ohne Einkaufsliste in den Laden gehen. So wird von Anfang an vermieden, dass nicht doch plötzlich tierische Produkte im Einkaufskorb landen.

Obschon das vegane Sortiment im Supermarkt mittlerweile enorm vielfältiger ist als noch vor einigen Jahren und es dadurch einfacher denn je ist, sich rein pflanzlich zu ernähren, gibt es immer wieder Stolperfallen. Hilfestellung bieten Vegan- und Bio-Labels. Besonders fies können unter anderem folgende Lebensmittel sein:

  • Nudeln: Werden oft aus Eiern hergestellt.
  • Gummibärchen: Können Gelatine, ein tierisches Protein, enthalten.
  • Müsli: Können ebenfalls Gelatine beinhalten.
  • Brot: Immer auf L-Cystein, das aus Haaren, Krallen oder Federn hergestellt wird, achten.
  • Wein, Bier, Fruchtsäfte: Können Gelatine als Klärmittel zugesetzt haben.
  • Fertiggerichte: Sind oft mit Milchpulver, Gelatine usw. versetzt.

Mit der nötigen Vorbereitung wird der Veganuary zum Genuss und zur Erfahrung, auch wenn der Teufel vermeintlich im Detail steckt. Und wer weiss, vielleicht findet man ja Gefallen an der veganen Ernährung. Wichtig ist auf alle Fälle, dass sie ausgewogen ist.

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