Der Darm ist das grösste innere Organ des menschlichen Körpers. Er dient nicht nur der Verdauung, sondern auch der Funktion unseres Immunsystems und spielt eine wichtige Rolle für unsere psychische Gesundheit. Schon Hippokrates glaubte, dass viele Krankheiten im Darm entstehen. In diesem Artikel erfahren Sie spannende Fakten über den Darm und können kostenlos gesunde Rezepte herunterladen, die Sie zu Hause machen können. Ausserdem erfahren Sie, was die Darmflora schädigt und wie Sie sie stärken können. Wenn es unserem Darm gut geht und unsere Darmflora im Gleichgewicht ist, fühlen wir uns in der Regel fit und gesund. Ist die Darmflora dagegen gestört, kann sie viele Krankheiten, Allergien oder Hautprobleme auslösen.
Ein gesunder Darm ist nicht nur für eine gute Verdauung wichtig, sondern auch für das Immunsystem und das seelische Wohlbefinden. Es gibt einiges, das eine gesunde Darmflora aus der Bahn werfen können.
Eine häufige Ursache für Darmbeschwerden sind antibiotisch wirksame Medikamente. Alleine im Jahr 2021 haben knapp ein Fünftel der Schweizer Bevölkerung Antibiotika eingenommen. In der Human- sowie Veterinärmedizin wird es zur Bekämpfung bakterieller Krankheiten angewendet. Antibiotika greifen nicht nur krankheitserregende Bakterien, sondern auch wertvolle körpereigene Darmbakterien an. Auch andere Medikamente können unterwartete und unerwünschte Nebenwirkungen im Magen-Darm-Trakt hervorrufen.
Ungesunde Ernährungsweisen wie zu viel Zucker, Alkohol oder fettreiches Essen können sich auch ungünstig auf die Darmflora auswirken.
Ebenfalls ist Stress für die Darmgesundheit schädlich.
Auch andere Medikamente können unerwartete und unerwünschte Nebenwirkungen im Magen-Darm-Trakt hervorrufen. Damit unsere Verdauung gut funktioniert, müssen verschiedene Drüsen (beispielsweise die Speicheldrüsen) und Organe (etwa die Galle und die Bauchspeicheldrüse) und der Darm selbst gut zusammenspielen. Die verschiedenen Verdauungssäfte, die unser Körper produziert und die Millionen von Darmbakterien zersetzen unser Essen. So können wichtige Nährstoffe und Flüssigkeiten freigesetzt und aufgenommen und andere, unbrauchbare Nahrungsbestandteile mit dem Stuhl nach draussen befördert werden. Das Zersetzen der Nahrung und das Transportieren des Nahrungsbreis sind gleich wichtige Funktionen. Wenn eine davon nicht gut funktioniert, können Probleme wie Blähungen, Völlegefühl, Schmerzen, Verstopfung oder Durchfall auftreten. Darmbakterien helfen auch der Darmschleimhaut, gesund zu bleiben: Sie schützen sie vor Entzündungen und davor. Unverträglichkeiten zu entwickeln. Hierfür müssen sie in grosser Menge und in möglichst grosser Vielfalt vorhanden sein.
Der Darm ist ein Organ, das ein Leben lang unglaublich viel leistet und dafür Anerkennung und Pflege benötigt.
«Die meisten Menschen kennen ihre Verdauung und ihre ganz persönlichen Verdauungsgewohnheiten. Der Darm hat sehr gerne Rituale, die aber nicht bei jedem Menschen gleich sein müssen. Bemerkt man dabei Veränderungen, ist oft irgendein Gleichgewicht nicht mehr im Lot. Bei leichten Symptomen lohnt es sich, erst einmal etwas für die Darmflora zu tun und dies mit gesunder Mischkost zu unterstützen. Werden die Schmerzen stärker und dauern die Veränderungen an, sollte man dies bei einer Ärztin oder beim Arzt abklären lassen.»
Silke Schmitt Oggier
Chefärztin Telemedizin santé24Es ist sinnvoll, die Darmgesundheit und somit indirekt unsere Gesundheit aktiv zu fördern. Eine vollwertige Ernährung unterstützt den Aufbau und Erhalt einer gesunden Darmflora. Bereits kleine Veränderungen in der Ernährung bewirken viel. Es gibt einige Lebensmittel, die von Natur aus förderliche Bakterien enthalten. Probiotika sind Zubereitungen aus guten Bakterien, welche das Wachstum anregen. Sie helfen, die Darmflora wieder zu beleben und den Darm fit zu machen. Es gibt etwa 400 probiotische Bakterien. Eine der bekanntesten ist die Milchsäurebakterie, welche sehr säuretolerant ist und somit die Passage durch den Magen überlebt und sich so im Darm ansiedeln kann.
In diesen Lebensmitteln kommen probiotische Bakterien vor:
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Reicht die Ernährungsumstellung alleine nicht aus, um die Darmflora aufzubauen, gibt es auch eine Vielzahl an Probiotika-Präparaten, die ebenfalls unterstützen wirken. Hierfür empfiehlt es, sich von Ärztinnen und Ärzten oder Apothekerinnen und Apothekern beraten zu lassen.
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