Frau ernährt sich gesund

Diabetes­prävention – so hat «Zucker» keine Chance

Fast eine halbe Million Menschen leiden in der Schweiz an Diabetes – Tendenz steigend. SWICA unterstützt die Versicherten dabei, ihre Gesundheit zu verbessern und ihr Diabetesrisiko selber in die Hand zu nehmen.

Diabetes entwickelt sich schleichend. Denn nebst einer erblichen Veranlagung zählt eine über Jahre ungesunde Lebensweise zu den wichtigsten Risikofaktoren. Viele Betroffene ahnen somit lange nichts und ergreifen deshalb auch keine Massnahmen gegen das sich anbahnende Übel. Dabei würden bereits kleine, kontinuierliche Schrittchen, die möglichst früh erfolgen, ausreichen, um der Entwicklung der Krankheit die Stirn zu bieten.

Als Gesundheitsorganisation setzt sich SWICA dafür ein, dass Betroffene ihr Diabetesrisiko erkennen und aktiv dagegen vorgehen können. Darum bietet sie einen einfachen Risikotest und unterstützt aktiv mit persönlicher Beratung und Beiträgen an Angebote im Bereich Fitness, Bewegung, Ernährung, Entspannung und Wohlbefinden. santé24 steht Ihnen gerne für Fragen oder eine persönliche Beratung zur Verfügung: Telefon +41 44 404 86 86.

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Informationen und Tipps zum Thema Prädiabetes

Diabetes mellitus, im Volksmund oft «Zuckerkrankheit» oder einfach nur «Zucker» genannt, ist eine chronische Stoffwechselerkrankung. Beim Typ 2, an dem rund 90% aller Diabetespatienten leiden, produziert die Bauchspeicheldrüse entweder nicht mehr genügend Insulin oder der Körper kann es nicht mehr wirksam verwenden. Das Hormon Insulin dient dazu, Traubenzucker aus dem Blut in die Zellen zu schleusen, den diese zur Energiegewinnung benötigen. Ist dieser Mechanismus gestört, verbleibt der Zucker im Blut – der Zuckerspiegel steigt. Wird das zum Dauerzustand, entstehen gravierende Schäden an Gefässen und Organen. Die Folgen reichen von Durchblutungsstörungen und Gefässschäden, die zu Herzinfarkten oder Schlaganfällen führen können, über Sehstörungen bis hin zu Nierenversagen und Nervenschäden. Allgemein bekannt und gefürchtet ist der diabetische Fuss, der unbehandelt mit einer Amputation mehrerer Zehen oder gar des ganzes Fusses enden kann.

Im Durchschnitt vergehen sieben lange Jahre, bis Diabetes entdeckt wird. Schätzungen zufolge weiss die Hälfte aller Betroffenen nicht, dass sie an dieser Krankheit leidet. Denn weder Prädiabetes noch Diabetes im Anfangsstadium lösen ein Krankheitsgefühl aus. Sie verursachen aber bereits zu diesem Zeitpunkt Spätschäden. Für Personen mit erhöhtem Risiko ist es deshalb zentral, dass sie dieses Risiko kennen. Denn, und hier kommt die gute Nachricht: Bereits kleine, aber stetige Änderungen ungesunder Gewohnheiten können sehr viel im Kampf gegen Diabetes bewirken. Betroffene müssen dabei nicht zu Hochleistungssportlern werden. Sehr gute Ergebnisse lassen sich bereits mit regelmässiger und leichter körperlicher Anstrengung, kombiniert mit einer ausgewogenen Ernährung, erzielen. Und natürlich soll man sich ab und zu auch etwas weniger Gesundes gönnen dürfen. Im besten Fall kann Diabetes so verhindert oder der Erkrankungsbeginn zumindest um Jahre hinausgezögert werden. Ein angepasster Lebensstil verhilft Personen mit erhöhtem Risiko somit nicht nur zu mehr Lebensqualität – sondern vielleicht auch zu mehr gesunden und unbeschwerten Lebensjahren.

Risikogruppen

Das Risiko für Typ-2-Diabetes wird durch folgende Faktoren erhöht:

  • Übergewicht
  • Ungenügende körperliche Aktivität
  • Rauchen
  • Mehrere Betroffene in der Familie
  • Ein früherer Schwangerschaftsdiabetes

Prädiabetes

Bei Prädiabetes liegt ein zu hoher Blutzuckerwert, aber noch kein Diabetes vor. Spezifische Symptome gibt es meist keine. Fünf bis zehn Prozent der Prädiabetiker entwickeln jährlich Diabetes. Prädiabetes kann bereits Schäden an Nieren, Nerven und Augen verursachen.

Diabetessymptome
  • Häufiges Wasserlassen
  • Ungewöhnlicher Durst
  • Extreme Müdigkeit
  • Reizbarkeit
  • Verschwommene Sicht
  • Langsam heilende Schnitte oder Wunden
  • Kribbeln oder Taubheit in Händen oder Füssen
  • Wiederkehrende Haut-, Zahnfleisch- oder Blasenentzündungen

Oft wird Diabetes erst aufgrund eines Herzinfarkts oder Hirnschlags entdeckt.

Quelle: diabetesschweiz.ch

Sowohl für Risikogruppen als auch für Personen, die bereits an Prädiabetes leiden, ist es wichtig – und möglich – aktiv gegen die Entwicklung der Krankheit vorzugehen.
Download Merkblatt: Diabetes Typ 2 vorbeugen (PDF)

Präventionsaktivität Nr. 1: Bewegung

Pro Woche werden 150 Minuten Bewegung (30 Minuten an fünf Tagen) empfohlen. Darunter versteht man jede Form von Anstrengung im Alltag, im Beruf oder beim Sport, die den Puls sowie die Atmung beschleunigt und zum Schwitzen führt.
Download Merkblatt: Diabetesprävention – Training (PDF)

Präventionsaktivität Nr. 2: gesunde, genussvolle Ernährung
  • Täglich Gemüse und Früchte
  • Kohlenhydrate mit hohem Faseranteil (Vollkornprodukte)
  • Zuckerfreie Getränke
  • Pflanzliche Öle mit ungesättigten Fettsäuren
  • Bevorzugt pflanzliche Eiweissquellen (z.B. Hülsenfrüchte oder Soja) oder tierisches Eiweiss wie Fisch, Geflügel und fettreduzierte Milchprodukte
  • Wenig rotes Fleisch

Download Merkblatt: Diabetesprävention – Ernährung und Gesundheit (PDF)

Präventionsaktivität Nr. 3: Gewichtskontrolle

Normalgewichtige sollten eine Gewichtszunahme vermeiden. Für Menschen mit Übergewicht lohnt sich bereits eine geringe Gewichtsabnahme. Eine Reduktion des Körpergewichts von 5 bis 10% senkt das Diabetesrisiko bereits stark.

Vertiefte Informationen zum Thema Diabetes und Diabetesprävention sowie Beratungsangebote für Betroffene und Angehörige bietet die Schweizerische Diabetesgesellschaft.
Persönliche Beratung
Wünschen Sie weitere Informationen oder eine individuelle Beratung? Der SWICA-Kundendienst ist gerne für Sie da. Kontaktieren Sie uns per Telefon 0800 80 90 80 oder senden Sie uns eine Nachricht mit dem nachfolgenden Kontaktformular.

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*SWICA unterstützt Sie aus der Zusatzversicherung COMPLETA PRAEVENTA mit 50% der Kosten, jedoch mit maximal 500 Franken pro Kalenderjahr. Die Zusatzversicherung OPTIMA deckt zusätzlich 90% der darüber hinausgehenden Kosten, jedoch maximal 300 Franken pro Kalenderjahr. So können sich Präventionsbeiträge bis 800 Franken pro Jahr ergeben.

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