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Wenn’s mit dem Stillen nicht klappt

Stillen fördert die Gesundheit von Mutter und Kind und stärkt die Beziehung zwischen den beiden. Viele Mütter erleben jedoch während der Stillzeit Probleme, die das Stillen beeinträchtigen. Erfahren Sie, welches die häufigsten Stillprobleme sind und wie sie gelöst werden können.

Stillen gehört zu den natürlichsten Sachen der Welt, jedoch ist es nicht unbedingt die einfachste. Die meisten Mütter kennen kleinere oder grössere Schwierigkeiten, die während der Stillzeit auftreten können.

Milchstau
Wenn mehrere Milchgänge nicht richtig entleert werden oder die Mutter gestresst ist, kann es zu einem Milchstau kommen. Dabei staut sich die Muttermilch in einem Teil der Brust, der dann berührungsempfindlich reagiert, sich verhärtet und gerötet sein kann. Bei diesem Stillproblem ist es wichtig, dass Sie Ruhe bewahren und versuchen, sich zu entspannen. Stillen Sie Ihr Baby nun öfter (ca. alle 1,5 bis 2 Stunden) und probieren Sie verschiedene Positionen aus. Hilfreich ist es ausserdem, die Brust vor dem Stillen zu wärmen und nach dem Stillen zu kühlen. Nimmt die Berührungsempfindlichkeit, die Verhärtung oder Rötung jedoch trotzdem zu oder kommt Fieber hinzu, sollten Sie schnellstmöglich mit Ihrer Hebamme, einer Stillberaterin oder der Gynäkologin/dem Gynäkologen Kontakt aufnehmen. Eine fortgeschrittene Brustentzündung (Mastitis) kann dazu führen, dass Sie abstillen müssen.

Wunde Brustwarzen

Besonders in der ersten Zeit leiden fast alle Mütter an wunden Brustwarzen. Das Baby muss das Saugen an der Brust erst lernen. Auch die Stillhaltung ist sehr wichtig. Hilfreich ist es, wenn sich Mütter gleich zu Beginn von der Hebamme zeigen lassen, wie sie ihr Baby in unterschiedlichen Positionen richtig anlegen. Suchen Sie sich vor allem eine entspannte und bequeme Haltung, damit die Milch einfacher fliesst und das Baby an der ganzen Brustwarze anstatt nur an deren Spitze saugen kann.

Wichtig: Immer wiederkehrende wunde Brustwarzen können auch auf eine Pilzerkrankung hinweisen. In diesem Fall sind die Brustwarzen oft rosig-glänzend und können jucken. Beim Baby sieht man evtl. weissliche „Beläge“ an der Wangenschleimhaut, die sich jedoch nicht abstreifen lassen.

Zu viel oder zu wenig Milch

Nach der Geburt sind die Brüste vor dem Stillen oder Abpumpen voll und gespannt, da der Körper sich noch einpendeln muss, um zu wissen, wie viel Milch produziert werden soll. Wenn Sie nach ca. acht Wochen immer noch das Gefühl haben, dass die Brüste immer voll sind und Sie vielleicht darunter leiden, dass Milch abfliesst, kann es tatsächlich sein, dass die Brüste zu viel Milch haben. Einigen Frauen hilft es, die überschüssige Milch abzupumpen, andere bevorzugen vorsichtiges Ausstreichen der Brust mit der Hand. Gegen abfliessende Milch helfen Stilleinlagen.

Falls Sie das Gefühl haben, dass Ihr Baby zu wenig Milch erhält, sollten Sie Ihr Baby häufig, auch nachts, anlegen. Nach wenigen Tagen sollte sich die Brust an die gesteigerte Nachfrage an Muttermilch angepasst haben und das Baby zunehmen.

Eine relativ einfache Methode, um zu überprüfen, wie viel das Baby tatsächlich getrunken hat ist, das Baby angezogen und mit Windeln vor und nach dem Stillen zu wiegen. Die Differenz in Gramm entspricht der Trinkmenge in ml. Dies ist unabhängig davon, ob die Windel in der Zwischenzeit nass oder voll Stuhlgang geworden ist.

Bei weiteren Fragen rund um die Gesundheit und Ernährung Ihres Babys stehen Ihnen als SWICA-Versicherte die Ärzte und das medizinische Personal von sante24 kostenlos und rund um die Uhr mit fachkundigem Rat zur Verfügung. Tel. +41 (0)44 404 86 86

SWICA unterstützt ausserdem die Stillkampagne 2018, die von Ende April bis Juli in der Deutschschweiz stattfindet. Weiter Informationen finden Sie unter: www.stillkampagne.ch

22.05.2018


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