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Entlarvt: die grössten Stillmythen

Stimmt’s oder stimmt’s nicht? In jedem Mythos steckt oft ein Funken Wahrheit. Wir befassen uns mit fünf weitverbreiteten Annahmen rund ums Thema Stillen und verraten Ihnen, was tatsächlich dahinter steckt.

Kleine Brüste geben wenig Milch
Falsch. Die Brustgrösse allein ist für die produzierte Milchmenge nicht ausschlaggebend. Die Grösse der Brüste wird nur vom Fettanteil im Gewebe der Brust bestimmt: sprich, je mehr Fett, desto grösser die Brüste. Die Anzahl der Milchdrüsen ist hingegen für die Milchmenge entscheidend. Aus diesem Grund können auch kleine Brüste das Kind mit ausreichend Milch versorgen.

Verzicht auf diverse Nahrungsmittel
Falsch. Es ist wichtig, dass sich Stillende gesund und abwechslungsreich ernähren. Obwohl einige Lebensmittel wie Kohl, Knoblauch oder Zwiebeln beim Baby Blähungen verursachen können, ist nicht jedes Kind gleich anfällig dafür. Ernähren Sie sich möglichst ausgewogen und stimmen Sie Ihre Nahrung auf Ihr Kind ab. Sie merken schnell, wenn Ihr Kind etwas nicht verträgt.

Während der Stillzeit sollte auf Rauchen und Alkohol verzichtet werden, da die schädlichen Inhaltstoffe durch die Muttermilch ans Kind weitergegeben werden.

Absolutes Sportverbot
Falsch. Die Behauptung, dass sportliche Aktivitäten saure Milch verursachen, ist frei erfunden. Powern Sie sich jedoch nicht aus, denn dadurch kann sich der Milchgeschmack minim ändern. Leichte sportliche Tätigkeiten sind aber nicht nur wünschenswert, sondern werden von der Gesundheitsförderung Schweiz sogar empfohlen. Ideal seien 2,5 Stunden lockeres Fitnesstraining bei mittlerer Intensität auf mehrere Wochentage verteilt.

Stillende können schwanger werden
Richtig. Es stimmt zwar, dass der Hormonhaushalt einer Frau auch noch während der Stillmonate ein wenig durcheinander ist, aber ohne Verhütung ist eine Schwangerschaft trotzdem möglich.

Flaschenmilch fürs Durchschlafen
Falsch. Da das Schoppenpulver schwerer verdaulich ist als die Muttermilch, entsteht der Eindruck «Flaschenkinder» würden länger durchschlafen. Der Schlafrhythmus des Babys hat aber nicht mit der Ernährung, sondern mit der Reife und der Entwicklung des Gehirns zu tun.

sante24 – Stillhotline für Mütter
Von Müttern besonders geschätzt wird die Stillhotline der telefonischen Gesundheitsberatung sante24, die SWICA-Versicherten kostenlos unter der Nummer 044 404 86 86 mit fachkundigem Rat während 365 Tagen im Jahr, rund um die Uhr zur Verfügung steht.

 

22.10.2014


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