Mit dem Beginn der Herbstferien stehen für viele ein paar Tage Erholung an. Doch es ist wie verrückt: Kaum fangen die Freitage an, hämmert der Kopf, die Nase läuft und eine Erkältung macht sich breit. Dieses Phänomen wird auch «Freizeitkrankheit» oder «Leisure Sickness» genannt. Wie es dazu kommt und was man vorbeugend dagegen tun kann, erklärt der Gesundheitstipp.
Wenn der Parasympathikus dann in der Ruhephase die Steuerung übernimmt, treten oft Krankheitssymptome auf. Ähnlich ergeht es dem Nervensystem, das auf Reizüberflutung und Stress zum Beispiel am Ende der Woche oder vor den Ferien mit einer nachfolgenden Migräneattacke reagieren kann.
Am häufigsten von der Freizeitkrankheit betroffen sind Menschen mit einem hohen Arbeitspensum, Perfektionisten und Personen, die ein hohes Verantwortungsgefühl haben. Gerade wenn vor den Ferien noch so viel wie möglich erledigt werden möchte, führt das zu Stress. Studien zeigen, dass fast jede und jeder fünfte schon mindestens einmal in den Ferien krank wurde.
Betroffene, fühlen sich platt und energielos, haben oft Kopf- oder Rückenschmerzen oder Symptome einer Magen-Darm-Grippe oder einer Erkältung. Auch bevor die eigentlichen Symptome ausbrechen, haben viele Betroffene Mühe, nach der Arbeit abzuschalten und fühlen sich durchgehend angespannt.
Wie so oft ist ein gesunder Lebensstil ausschlaggebend – und der sollte im besten Fall schon vor Beginn der Ferien gelebt werden.
Ausserdem wichtig: Nicht vom Arbeitsstress direkt ins Ferienprogramm hetzen. Eine kurze Erholungspause gibt dem Körper Zeit, sich vom Arbeitsalltag etwas zu erholen. Wer also Ferien hat, sollte zum Beispiel nicht direkt am ersten Tag eine lange Reise auf sich nehmen. Lieber zuerst ein bis zwei Tage Pause machen und dann entspannt in die Ferien starten.