Kopfschmerzen sind keine Seltenheit. An klassischen Spannungskopfschmerzen leiden fast alle im Laufe ihres Lebens irgendwann einmal. Was hilft dagegen, wie kann man vorbeugen und wo liegen die Unterschiede zur Migräne? Hier finden Sie die wichtigsten Informationen und weitere spannende Fakten.
Insgesamt wird zwischen mehr als 200 verschiedenen Arten von Kopfschmerzen unterschieden. Diese werden in zwei Kategorien eingeteilt:
Zu den primären Kopfschmerzen gehören unter anderem die klassischen Spannungskopfschmerzen, Migräne und Cluster-Kopfschmerzen. Mehr zu diesen Arten erfahren Sie weiter unten im Text.
Wenn der Kopf schmerzt, brauchen Sie sich im Normalfall keine Sorgen zu machen. Häufig sind die Schmerzen harmlos und klingen von selbst wieder ab – zum Beispiel wenn sie als Begleiterscheinung einer Erkältung auftreten. Leiden Sie häufig unter Kopfschmerzen, hat die Intensität der Schmerzen zugenommen oder helfen Schmerzmedikamente nicht oder nicht mehr, sollten Sie sich an eine medizinische Fachperson wenden.
| Spannungskopfschmerzen | Migräne | Clusterkopfschmerzen | |
|---|---|---|---|
| Betroffene Partie des Kopfs | Beidseitiger Schmerz | Einseitiger Schmerz | Einseitig, häufig im Bereich eines Auges |
| Art des Schmerzes | Drückend, beengend, dumpf | Pochend, pulsierend, hämmernd | Bohrend, stechend, brennend |
| Stärke der Schmerzen | Leicht bis mittelstark | Mässig bis stark | Sehr stark |
| Dauer der Schmerzen | Wenige Minuten bis eine Woche | Wenige Stunden bis drei Tage | Fünfzehn Minuten bis drei Stunden |
| Häufigkeit der Schmerzen | Sporadische Anfälle | 1 bis 3 Anfälle pro Monat | Episode mit häufigen Attacken, gefolgt von schmerzfreier Zeit |
| Begleitsymptome | Keine | Zum Beispiel Übelkeit und Erbrechen | Zum Beispiel tränende Augen, laufende Nase |
| Körperliche Aktivität | Verschlimmert Schmerzen nicht, hilft teilweise sogar dagegen | Verschlimmert Schmerzen | Verschlimmert Schmerzen nicht, hilft teilweise sogar dagegen |
Bis heute konnte noch nicht abschliessend erforscht werden, was die Ursachen für Migräne sind und welche Prozesse bei einer Attacke im Gehirn ablaufen.
Auch wenn sich Migräne nicht bei allen Betroffenen gleich äussert, lassen sich einige typische Symptome festhalten:
Treten bei einem Anfall zusätzlich neurologische Symptome wie Augenflimmern auf, spricht man von «Migräne mit Aura». Davon sind ungefähr 10 bis 15% der Patientinnen und Patienten betroffen.
Als episodisch gilt Migräne, wenn Kopfschmerzen an weniger als 15 Tagen pro Monat auftreten. Liegt die Häufigkeit während mehr als drei Monaten bei über 15 Tagen pro Monat, lautet die Diagnose «chronische Migräne».
Auslöser für Migräne sind nicht immer eindeutig zu erkennen. Das liegt unter anderem daran, dass häufig erst mehrere Trigger kombiniert einen Anfall auslösen.
Sowohl zur Vorbeugung als auch zur Behandlung werden häufig Medikamente eingesetzt. Im Falle eines Migräneanfalls können Schmerzmittel und Medikamente gegen Übelkeit die Beschwerden lindern. Migränespezifische Medikamente – auch Triptane genannt – wirken wie Schmerzmittel entzündungshemmend und schmerzlindernd. Zusätzlich verengen sie die Gefässe und helfen gegen Übelkeit und Erbrechen.
Die dritte Art – die Clusterkopfschmerzen – ist die seltenste. Die Beschwerden können zwar in jedem Alter beginnen, treten aber meistens zwischen dem 20. und 40 Altersjahr zum ersten Mal auf. Männer sind doppelt so häufig betroffen wie Frauen.
Die Schmerzen kommen anfallsartig. Sie sind einseitig hinter dem Auge spürbar und stark bis sehr stark. Sie fühlen sich stechend oder bohrend an. Eine Attacke dauert im Normalfall zwischen fünfzehn Minuten und drei Stunden. Die Frequenz ist individuell: Von einmal jeden zweiten Tag bis acht Mal pro Tag ist alles möglich. Zu den Begleiterscheinungen gehören:
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