Ein Termin da, eine Verabredung dort und zwischendurch noch schnell einkaufen und die Kinder von der Krippe abholen: Stress pur und das oft täglich. Die Frage, ob sich ein stressiger Alltag auf die psychische Gesundheit auswirkt und weiter das Immunsystem beeinflussen kann, kann mit einem klaren «Ja» beantwortet werden. Wie und warum, erfahren Sie hier – auch, wie Sie Ihr Immunsystem stärken können. Machen Sie weiter mit an unserem Wettbewerb, und gewinnen Sie mit etwas Glück attraktive Preise, die Ihre Gesundheit stärken.
Über das Immunsystem wird viel und oft diskutiert. Die einen haben ein gutes, die anderen ein angeschlagenes. Man kann es mit Vitaminen und genügend Schlaf unterstützen, durch Bewegung oder Winterschwimmen stärken. Weiter halten es verschiedene Erreger, Viren und Pilze ständig auf Trab. Sie sorgen dafür, dass es dem Immunsystem nicht langweilig wird. Es lernt dadurch, weniger harmlose Angreifer möglichst schnell zu attackieren und zu eliminieren.
Gleich vorab: So einfach ist es nicht – das Immunsystem ist ein komplexes System unseres Körpers. Es hat die Aufgabe, auf den Organismus aufzupassen wie eine Art persönlicher Polizist. Verschiedene Faktoren und Aspekte wie die psychische Gesundheit können die Effektivität des Immunsystems beeinflussen. Ein zentraler Faktor ist Stress – psychischer Stress, kann sich zunächst auf die psychische Gesundheit und langfristig auf das Immunsystem auswirken.
Die Psychoneuroimmunologie erforscht die Auswirkungen der Psyche auf das Immunsystem. Sie untersucht die Wechselwirkungen zwischen dem Nervensystem, dem Hormonsystem und dem Immunsystem. Psychischer Stress kann über diese komplexen Verbindungen die Freisetzung von immunregulierenden Substanzen beeinflussen und zu einem Anstieg von Entzündungen im Körper führen. Ausserdem reduziert Stress unterstützende Botenstoffe wie Vitamine oder Antioxidantien, die schützend wirken.
Ein gesunder Lebensstil kann deshalb tatsächlich entscheidend sein, ob wir den Winter ohne schwere Grippe und Erkältung überstehen.
Chronischer Stress kann das Immunsystem stark beeinflussen: Die Immunzellen, die Krankheitserreger abtöten, verlieren durch länger anhaltenden Stress die Fähigkeit, sich zu vermehren. Zudem kann die erhöhte Konzentration des Stresshormons Cortisol die Aktivität der Immunzellen beeinflussen und entzündungsfördernde Prozesse verstärken. So kann das Immunsystem bei der Bekämpfung von Infektionen beeinträchtigt sein. Zudem verringert sich die Menge an Antikörpern in unserem Speichel.
Gut zu wissen: Die WHO (Weltgesundheitsorganisation) stuft Stress als eine der grössten Gesundheitsgefahren des 21. Jahrhunderts ein.
Die erwähnten Zusammenhänge können individuell variieren, denn nicht alle empfinden Stress gleichermassen. Weiter entwickeln nicht alle, die Stress erleben oder psychische Probleme haben, zwangsläufig eine beeinträchtigte Immunfunktion. Auch genetische Faktoren, die individuelle Anfälligkeit und die Art der Stressbewältigung sind entscheidend.
Umgekehrt können positive Emotionen wie Freude, Dankbarkeit oder Gelassenheit sowie ein allgemeines Gefühl des Wohlbefindens das Immunsystem stärken: Glückliche und zufriedene Menschen neigen dazu, eine bessere Immunfunktion zu haben.
Lassen Sie sich von nichts oder niemandem stören? Oder haben Sie im Moment viel zu viel zu tun und fühlen sich überfordert? Beantworten Sie die folgenden sieben Fragen und erhalten Sie einen Indikator für Ihr aktuelles Stressniveau.
Mit diesen acht Tipps können Sie Ihr Immunsystem täglich, einfach und nachhaltig stärken:
«Die meisten Menschen kennen ihre Verdauung und ihre ganz persönlichen Verdauungsgewohnheiten. Der Darm hat sehr gerne Rituale, die aber nicht bei jedem Menschen gleich sein müssen. Bemerkt man dabei Veränderungen, ist oft irgendein Gleichgewicht nicht mehr im Lot.»
Silke Schmitt Oggier
Chefärztin Telemedizin santé24Stress – auch in Form von Traumata, Depressionen oder Angst - belastet die Psyche und schliesslich auch das Immunsystem.
Trauma: Traumatische Ereignisse können das Immunsystem beeinflussen und zu einer erhöhten Anfälligkeit für Krankheiten führen.
Depression und Angst: Depressionen und Angststörungen sind mit einer erhöhten Anfälligkeit für Infektionen verbunden. Die kürzeren Tage und das nasskalte Wetter können gesundheitliche Probleme wie depressive Verstimmungen verstärken. Oft wird dann von einer Winterdepression gesprochen. Wann es sich um eine Winterdepression handelt, erklärt Birgit Schmid, Psychologin bei santé24 im Video.
Die Psyche hat einen grossen Einfluss auf das Immunsystem. Sie kann es positiv oder negativ beeinflussen. Die individuellen Unterschiede jedes Einzelnen spielen dabei eine grosse Rolle. Eine Formel für die positive Beeinflussung des Immunsystems durch die Psyche gibt es nicht. Es liegt dennoch auf der Hand, dass ein gesunder Geisteszustand und Stressmanagement wichtige Faktoren für die Aufrechterhaltung eines starken Immunsystems sind.
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