Gibt es eine Therapiemöglichkeit?
«In erster Linie sollte man, wie bei anderen Allergien auch, den Auslöser künftig meiden», erklärt Silke Schmitt Oggier, Chefärztin Onlinepraxis santé24. Bei einer Tierallergie bedeutet das: Keinen Kontakt mehr mit dem Tier haben. «Den geliebten Vierbeiner abzugeben, ist aber nicht immer einfach», sagt Schmitt Oggier weiter. Medikamente wie Antihistaminika oder kortikosteroidhaltige Präparate können die Symptome mildern. Man sollte jedoch gut abwägen, ob eine dauerhafte Therapie wirklich gerechtfertigt ist.
Eine allergenspezifische Immuntherapie oder Desensibilisierung kommt bisher nur bei Betroffenen einer Katzen-, Hunde- oder Pferdeallergie in Frage. Dies auch nur, wenn trotz aller Massnahmen und medikamentöser Behandlung mässige bis schwere Symptome fortbestehen. Während der allergenspezifischen Immuntherapie muss das Tier weggegeben werden, um ein optimales Ergebnis zu erzielen.
Tipps und Massnahmen
Einer Tierhaarallergie lässt sich leider nicht wirklich vorbeugen. Mit ein paar Massnahmen kann die dauernde Allergenbelastung in der direkten Umgebung zumindest reduziert werden, was aber nicht mit Sicherheit vor dem Auftreten einer Allergie schützt:
- Nach jedem Streicheln die Hände waschen.
- Kleider nach dem Tierkontakt mit einem Kleiderroller reinigen (keine Kleiderbürste verwenden) oder möglichst noch draussen wechseln und waschen.
- Das Haustier nicht in den Schlafbereich lassen, da man sich dort die meisten Stunden aufhält und deshalb im Schlafzimmer verbliebene Allergene die grösste Auswirkung haben.
- Vorleger und Teppiche entfernen oder das Tier nur in Räumen ohne Teppiche halten, die man feucht aufnehmen kann.
- Fussböden und Möbel regelmässig mit einem feuchten Lappen reinigen.
Allergiebetroffene sollten vor der Anschaffung eines Fell- oder Federtiers eine mögliche Tierallergie mit all ihren Konsequenzen (Dauertherapie oder Weggabe des geliebten Tiers) in Betracht ziehen und möglichst sachlich über die Konsequenzen nachdenken.