Chronischer Schlafmangel belastet nicht nur die Gesundheit, sondern auch die Schweizer Wirtschaft und das Gesundheitswesen mit jährlichen Kosten von rund 15 Milliarden Franken. Wie eine jüngst veröffentlichte europäische Studie zeigt, sind dies die höchsten Pro-Kopf-Kosten in Europa. Mit ihren Präventionsangeboten unterstützt SWICA sowohl Mitarbeitende als auch Unternehmen dabei, Schlafqualität und Wohlbefinden nachhaltig zu verbessern.
Jede dritte Person in der Schweiz leidet an Schlafstörungen. Laut der Gesundheitsbefragung des Bundesamtes für Statistik (BFS) ist der Anteil der Bevölkerung mit Schlafproblemen in den letzten 25 Jahren um fünf Prozent gestiegen− besonders ausgeprägt bei den 15- bis 39-Jährigen. Dennoch werden Schlafstörungen und deren Folgen häufig unterschätzt.
Die im «European Journal of Neurology» publizierte Studie zu Schlafstörungen verdeutlicht dies: Während die direkten und indirekten Pro-Kopf-Kosten in Europa bei 620 Euro liegen, betragen sie in der Schweiz rund 1855 Euro. Der markante Unterschied spiegelt das hohe Preis- und Lohnniveau wider. Die Studie fokussiert auf die Folgekosten häufig auftretender klinischer Schlafstörungen wie Insomnie (Schlaflosigkeit), obstruktive Schlafapnoe, das Restless-Legs-Syndrom, Narkolepsie sowie REM-Schlafverhaltensstörungen (Rapid Eye Movement).
Die Ursache für Schlafstörungen und mangelnde Erholung sind vielfältig. Der moderne Lebensstil in einer leistungsorientierten Gesellschaft mit ständiger digitaler Erreichbarkeit erschwert es, dem natürlichen Biorhythmus zu folgen und nachts wirklich zur Ruhe zu kommen. Stress und Probleme ‒ sei es privat oder am Arbeitsplatz ‒ beeinträchtigen die Schlafqualität ebenso wie bestimmte körperliche Erkrankungen, Schichtarbeit und nicht zuletzt Ängste und Sorgen aufgrund aktueller gesellschaftlicher Krisen.
Die Liste der möglichen Auslöser für Schlafstörungen ist lang ‒ ebenso wie die der Symptome. Diese reichen von Konzentrationsschwierigkeiten über Gereiztheit und Desinteresse bis hin zu Tagesschläfrigkeit. Müde Mitarbeitende reagieren langsamer, können sich schlechter konzentrieren und machen häufiger Fehler. Laut Suva verdoppelt sich dadurch das Unfallrisiko.
In bestimmten Berufen, etwa in der Medizin, im Transportwesen oder in der Produktion, kann die durch Müdigkeit eingeschränkte Reaktionsfähigkeit sogar lebensbedrohliche Folgen haben. Chronisch schlechter und unzureichender Schlaf erhöht zudem das Risiko für Übergewicht, Diabetes, Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Depressionen und schwächt das Immunsystem.
Hilfsangebote zur Verbesserung der persönlichen Schlafkultur für Mitarbeitende mit Schlafproblemen gehören zum Präventionsangebot von SWICA. Michaela Hausmann, Ärztin für BGM-Medizin bei der Onlinepraxis santé24, ist überzeugt, dass niederschwellige Angebote viel bewirken können. In Referaten, Workshops und Webinaren beleuchtet sie Faktoren, die den Schlaf beeinträchtigen, zeigt typische «Stolperfallen» auf und gibt Tipps für besseren Schlaf.
«Es ist wichtig, die Ursachen von Schlafproblemen zu verstehen und gezielt anzugehen», betont die Ärztin. «Dazu braucht es sowohl das Verständnis seitens der Arbeitgeber als auch die Motivation der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, aktiv etwas zu verändern.»
Neben den genannten Präventionsangeboten können Unternehmen das Schlafverhalten ihrer Mitarbeitenden auf verschiedene Weise unterstützen.
Beispiele hierfür sind:
Sie finden Ihre Schlafqualität ungenügend? Mit fünf gezielten Fragen können Sie herausfinden, ob Sie unter Schlafstörungen leiden. Zum Online-Fragebogen
SWICA bietet Unternehmenskunden eine breite Palette an Präventionsmassnahmen. Neben ganzheitlichen Beratungen und Konzepten zum betrieblichen Gesundheitsmanagement (BGM) bieten wir Referate, Workshops, Webinare oder medizinische Dienstleistungen zu spezifischen Themen an. Alle Massnahmen werden von erfahrenen Fachleuten bei den Unternehmenskunden vor Ort oder virtuell durchgeführt.
Weitere Informationen gibt es bei: praeventionsmanagement@swica.ch