Meningitis beim Baby: Wie die Hartnäckigkeit einer Mutter Leben rettete

Als ihre Tochter schwer krank wurde, war Desirée* gerade einmal 21 Jahre alt. Heute weiss sie: Ohne Hartnäckigkeit und die richtige Unterstützung hätte die Geschichte auch anders ausgehen können.

Autor/inSWICA Content Team
4 Minuten Lesezeit30. Oktober 2026
*Name von der Redaktion geändert

Desirée, 35, lebt heute mit ihrer Familie in Lugano. Ihrer Tochter geht es gut. Sehr gut sogar. Sie geht zur Schule, macht Synchronschwimmen und lebt ein ganz normales Leben. Dass das nicht selbstverständlich ist, weiss Desirée sehr genau.

Die damalige Studentin wird mit 21 Jahren zum ersten Mal Mutter. Das Glück ist gross, doch kurz nach der Geburt wird ihre Tochter krank. Zuerst sieht alles nach einer Magen-Darm-Grippe aus: Erbrechen, Durchfall, Fieber. Weil das Baby erst wenige Wochen alt ist und zu dehydrieren droht, wird es im Tessin hospitalisiert. Doch auch nach Tagen wird es nicht richtig besser. Die Symptome kommen und gehen. Mal Fieber, mal keines. Mal Erbrechen, mal nicht. Für die Ärzte ist das Bild unklar. Desirée aber spürt: Etwas stimmt nicht:

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«Ich habe immer wieder gesagt, dass da etwas nicht in Ordnung ist.»

Desirée

SWICA-Kundin

Trotzdem wird sie mehrmals nach Hause geschickt. Sie ist jung, zum ersten Mal Mutter und irgendwann beginnt sie an sich selbst zu zweifeln. «Ich fühlte mich nicht verstanden. Alle sagten mir, ich sei vielleicht einfach zu besorgt.»

Der Moment, in dem es ernst wird

Dann verändert sich der Zustand ihrer Tochter deutlich. Sie isst nicht mehr, schläft fast nur noch und öffnet irgendwann kaum mehr die Augen. Desirée ruft erneut im Spital an. Am Abend fährt sie wieder hin. Dieses Mal ist ein Neurologe vor Ort. Er untersucht das Baby und entscheidet sofort, nicht bis zum nächsten Tag zu warten. Weitere Untersuchungen folgen. Kurz darauf ist klar: Das Kind muss nach Basel verlegt werden. Mit der Rega.

«Als sie mir sagten, dass es Meningitis ist, hatte ich wirklich Angst. Zuerst hoffst du einfach, dass dein Kind überlebt.»

Desirée

SWICA-Kundin

Bakterielle Meningitis – 22 Tage in Basel

In Basel wird die Diagnose bestätigt: bakterielle Meningitis (Hirnhautentzündung). Die Ärztinnen und Ärzte beginnen sofort mit der Behandlung. Für Desirée beginnt eine Zeit zwischen Angst, Hoffnung und Erschöpfung. Ihre Tochter erhält Antibiotika, später muss Flüssigkeit aus dem Kopf abgeleitet werden.

Während 22 Tagen darf Desirée ihre Tochter jeweils nur wenige Minuten am Tag in den Arm nehmen. Mehr lässt die Behandlung nicht zu. Für eine junge Mutter ist das kaum auszuhalten. Und trotzdem sagt Desirée heute: Sie hatte Glück, denn die Behandlung schlägt an. Der Gesundheitszustand ihrer Tochter stabilisiert sich.

«Wir sind da für dich»

Während ihre Tochter in Basel behandelt wird, kommt eine weitere Sorge dazu: Desirée studiert noch. Sie verdient kaum Geld. Weil sie nicht im Zimmer ihrer Tochter schlafen darf, braucht sie eine Unterkunft. Dazu kommen Mahlzeiten, fast einen Monat lang.

«Ich war wirklich besorgt. Ich wusste nicht, wie ich das bezahlen soll.» Sie ruft SWICA an und schildert die Situation. Noch am selben Tag erhält sie einen Rückruf. «Sie sagten zu mir: Wir sind da für dich. Kümmere dich um deine Tochter, wir übernehmen den Rest.»

Für Desirée ist das ein Moment der Entlastung. SWICA übernimmt die Kosten für Unterkunft und Verpflegung, während sie in Basel bei ihrer Tochter bleibt. Auch die medizinischen Kosten und die späteren Kontrollen werden übernommen. «Das war für mich eine riesige Erleichterung.»

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Was wirklich bleibt

Heute sagt Desirée, dass ihr vor allem eines geblieben ist: das Gefühl, in einer Extremsituation nicht noch zusätzlich kämpfen zu müssen: nicht um Belege, nicht um Erklärungen, nicht um Geld.

«SWICA hat die Situation verstanden und ist mir entgegengekommen. Obwohl die Krankenkasse auch hätte Nein sagen können.» Dass sie bei ihrer Tochter bleiben konnte, ohne ständig an die Kosten denken zu müssen, habe ihr enorm geholfen. «Ich war viel ruhiger, weil ich wusste: Ich muss mich jetzt nur um mein Kind kümmern.»

Wenn Unterstützung mehr bedeutet als Kostenübernahme

Für Desirée war diese Zeit eine der schwierigsten ihres Lebens. Ihre Tochter war schwer krank, sie selbst jung, überfordert und weit weg von zu Hause. Was geholfen hat, war nicht nur die medizinische Versorgung. Sondern auch das Gefühl, dass jemand die Situation sieht und mitträgt.

Heute ist die ganze Familie bei SWICA versichert.

Unterstützung in schwierigen Momenten

Wenn ein Kind schwer krank wird, zählt nicht nur die medizinische Behandlung. Auch organisatorische und finanzielle Fragen können Familien zusätzlich belasten. SWICA unterstützt Versicherte in solchen Situationen und hilft, nächste Schritte zu klären. Bei Kostenfragen rund um Behandlung, Transport oder Aufenthalt während einer medizinischen Betreuung.

So bleibt mehr Raum für das, was in solchen Momenten am wichtigsten ist: für die Familie da zu sein.

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