Honig ist ein echtes Naturprodukt. Damit du von seinen wertvollen Eigenschaften profitierst, solltest du beim Einkauf auf gute Qualität achten. Wir zeigen dir, welche Angaben auf dem Glas zählen und wann ein Schnäppli genaueres Hinschauen verdient.
Honig besteht zu rund 80 Prozent aus Zucker, hauptsächlich Fruchtzucker und Traubenzucker, dazu in kleineren Mengen Mehrfachzucker. Der Rest ist Wasser. Was ihn wertvoll macht, sind
Enzyme und Fermente, die keimhemmend wirken können, sowie Aminosäuren und Proteine. Mineralstoffe und Spurenelemente wie Kalium, Kalzium, Magnesium, Natrium und Eisen sowie C- und einige B-Vitamine sind in geringen Mengen enthalten. Ergänzt wird der Cocktail durch sekundäre Pflanzenstoffe wie Polyphenole, mehr als 120 Aromastoffe und Pollen. Das macht den Honig durchaus zu einem wertvollen Lebensmittel, wenn die Qualität stimmt.
Im Supermarkt findest du die unterschiedlichsten Sorten. Flüssig, streichzart, fest: Ist das ein Qualitätsmerkmal? Das kommt darauf an. Zu Beginn ist jeder Honig flüssig. Doch er beginnt auszukristallisieren, je nach Bestandteilen mal stärker, mal schwächer. Je flüssiger der Honig, desto mehr Fruchtzucker (Fruktose) und weniger Traubenzucker (Glukose) enthält er. Doch irgendwann kristallisiert jeder Honig. Ausser er wurde industriell verarbeitet. Die so erzeugten Honige werden auf mehr als 40 Grad Celsius erhitzt und verlieren einen grossen Teil ihrer wertvollen Inhaltsstoffe.
Was dir einen guten Hinweis auf die Qualität geben kann, sind Qualitäts- und Bio-Labels. In der Schweiz sind dies etwa das Apisuisse-Goldsiegel und die Knospe von Bio Suisse. Apisuisse steht für kontrollierten Schweizer Bienenhonig und überprüfbare Anforderungen an Bienenhal-tung und Honigqualität, während die Knospe für zertifizierte biologische Produktionsbedingun-gen steht. Aber beachte, dass «Bio» von überall her kommen kann. Wenn du Wert auf Schwei-zer Honig legst, schau auf das Etikett. Und auch ohne Label kann Honig gesetzeskonform und sorgfältig hergestellt sein.
Ein auffällig tiefer Preis ist nicht unbedingt ein Beweis für schlechte Qualität. Je nach Ernte, Sorte und Herkunft kann Honig teurer oder günstiger sein. Doch schau genau hin: Woher kommt der Honig? Wer hat ihn abgefüllt? Und ist tatsächlich nur Honig im Glas? Wenn du Wert auf wirklich guten Honig legst, schau dich in deiner Umgebung um. Es gibt mittlerweile viele Kleinimkereien, die Honig nach hohen Qualitätsstandards und oft in Bio-Qualität erzeugen. Damit unterstützt du lokale Produktion und hast ein sicheres und gesundes Lebensmittel.
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