Immer wieder tauchen vermeintliche Wahrheiten rund ums Abnehmen auf – dennoch ist nachhaltig Gewicht verlieren nicht immer einfach. Damit du nicht den falschen Tipps auf den Leim gehst, stellen wir einige der gängigsten Mythen auf den Prüfstand.
Wenn es ums Abnehmen geht, bist vielleicht auch du empfänglich für alle möglichen Ratschläge. Aber dir ist sicher auch schon aufgefallen, dass sich der Wind schnell drehen kann. Vor 50 Jahren wurde Fett verteufelt, dann ging es den Kohlenhydraten an den Kragen und heute ist Zucker das Gift schlechthin. Da kann man schon mal ins Grübeln kommen: Was stimmt denn jetzt eigentlich?
Du kennst diese Regel bestimmt: Nach 18 Uhr sollst du nichts mehr essen, denn das geht ohne Umweg auf die Hüfte. Hier die Entwarnung: Entscheidend ist nicht die Uhrzeit, sondern die Kalorienmenge über den ganzen Tag betrachtet. Wer im Defizit bleibt, nimmt auch mit einer späten Mahlzeit ab. Einzige Einschränkung: Achte darauf, dass dein Abendessen nicht allzu schwer verdaulich ist.
Mit regelmässigen Saunagängen kannst du zwar Erkältungen vorbeugen, doch die angefutterten Fettpolster kannst du leider nicht einfach ausschwitzen. Wer schwitzt, verliert Wasser, aber kein Fett. Das niedrigere Gewicht nach dem Saunieren liegt also nur am Wasserverlust. Der grosse Flüssigkeitsverlust kann sogar den Appetit anregen – trinke deshalb während und nach dem Saunabesuch viel Wasser oder ungesüssten Tee, damit dein Magen keinen Fehlalarm auslöst.
Lange Zeit wurden fettreiche Lebensmittel verteufelt. Dabei sind gesunde Fette aus Nüssen, Avocados und Fisch essenziell für den Körper und helfen sogar beim Abnehmen, da sie lange satt machen. Und auch Kohlenhydrate sind nicht dein Feind – im Gegenteil, sie gehören zu einer ausgewogenen Ernährung. Vollkornprodukte, Hülsenfrüchte und Gemüse liefern dir Energie und wichtige Nährstoffe. Entscheidend ist die Qualität, nicht der Verzicht.
Das hat dich sicher auch schon verwirrt: Einerseits sollen Zwischenmahlzeiten Hungerattacken verhindern und beim Abnehmen helfen, andererseits wird die Beschränkung auf zwei Mahlzeiten am Tag als gesündeste Variante propagiert. Doch ob du Gewicht verlierst, hängt nicht von der Anzahl der Mahlzeiten ab, sondern davon, wie viel Energie beziehungsweise Kalorien du insgesamt am Tag aufgenommen hast und wie viel davon du durch Bewegung und Arbeit – auch Denkarbeit – verbraucht hast.
Es ist zwar bewiesen, dass der Blutzuckerspiegel nach jeder Mahlzeit ansteigt und daraufhin das Dickmacherhormon Insulin ausgeschüttet wird. Es kann also hilfreich sein, nicht ständig zwischendurch zu essen. Doch wie gesagt, die Gesamtbilanz zählt. Finde heraus, was dir am besten tut, denn es gibt bei diesem Thema kein Richtig oder Falsch.
Die gute Nachricht: Wenn du dein Gewicht nachhaltig reduzieren möchtest, brauchst du keine Geheimformel. Die Prinzipien, die dauerhaften Erfolg bringen, sind ganz einfach.
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