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Geben Sie dem Sodbrennen keine Chance

Üppige Mahlzeiten, Übergewicht oder auch das Alter und Veranlagung können Reflux verursachen. Statt Schmerzen oder Brennen in der Brust sowie gesundheitliche Risiken als Schicksal hinzunehmen, empfiehlt sich eine Anpassung des Lifestyles.

Wenn saurer Mageninhalt in die Speiseröhre zurückfliesst, kann es zu saurem Aufstossen, dem Sodbrennen oder fachsprachlich Reflux kommen: ein unangenehmes Säuregefühl im Hals bis zu einem brennenden oder stechenden Schmerz hinter dem Brustbein. Aus anatomischen Gründen oder weil er geschwächt ist schliesst der Schliessmuskel zwischen Magen und Speiseröhre nicht richtig.

Gelegentliches leichtes Sodbrennen ist in der Regel harmlos. Wenn Reflux mehrmals pro Woche und sogar in der Nacht auftritt und von Schmerzen im Oberbauch, Erbrechen oder Schluckproblemen begleitet wird, sollte jedoch ein Arzt konsultiert werden. Wegen der erhöhten Säurebelastung in der Speiseröhre kann das langfristig zu Entzündungen, Speiseröhrenverengung und im Extremfall zu Speiseröhrenkrebs führen.

Manche Menschen sind sehr anfällig für das saure Aufstossen. Schwere Mahlzeiten, besonders zu später Stunde, Alkohol, Nikotin, Übergewicht und Stress begünstigen es. Reflux wird daher oft als Managerkrankheit bezeichnet. Als unvermeidliche Begleiterscheinung des Berufslebens sollte man diese Gesundheitsstörung aber nicht hinnehmen, sondern Risikofaktoren frühzeitig meiden oder vermindern.

Der Anti-Reflux-Lifestyle

Öffnen Sie morgens, wenn Sie im Büro eintreffen, alle Fenster und lassen Sie die frische Morgenluft in den Raum. Nach dem Durchlüften bleibt die Temperatur für eine Weile angenehm. Wenn es wärmer wird, lassen Sie die Rollläden herunter und schliessen die Fenster, um die Hitze auszusperren.
Klimaanlagen und Ventilatoren sind ein Segen gegen die gefühlte Hitze. Achten Sie aber darauf, dass diese nicht zu stark und zu kühl eingestellt sind. Empfindliche Personen könnten sich sonst erkälten, wenn Sie im direkten Luftzug sitzen. Bei besonders hohen Aussentemperaturen sollte die Raumtemperatur maximal 6°C weniger betragen.
Wählen Sie fürs Büro keine einengende oder anliegende Kleidung, sondern luftige Textilien. Eventuell lässt sich während der heissesten Wochen des Jahres die Kleiderordnung im Betrieb anpassen; wenn auf Kravatten und lange Ärmel oder Hosenbeine verzichtet werden kann, gibt es weniger Hitzestau am Körper.
Trinken Sie täglich mindestens zwei Liter stilles oder kohlensäurearmes Mineralwasser, ungesüsste Tees oder verdünnte Fruchtsäfte. Greifen Sie regelmässig zur Flasche oder zum Glas und ziehen Sie zimmerwarme Getränke denen aus dem Kühlschrank vor oder lassen Sie das kalte Wasser aus dem Wasserspender eine Weile auf dem Pult stehen. Gelangt eiskalte Flüssigkeit in den Magen, verengen sich nämlich die Blutgefässe und der Körper heizt von innen auf.
Verzichten Sie bei Hitze auf fettige oder scharfe Speisen, die den Kreislauf unnötig belasten. Bevorzugen Sie kalte, leichte Kost mit möglichst hohem Wasser- und Mineralienanteil wie Obst, Salate, Gemüse. Mehrere kleinere Portionen über den Arbeitstag verteilt sind besser verdaulich als eine grosse Mahlzeit am Mittag.
Beginnen Sie nach Möglichkeit früher am Morgen mit der Arbeit und nutzen Sie die Gleitzeitregelung, um nachmittags früher als sonst aus dem heissen Büro flüchten zu können. In der Kaffee- oder Mittagspause nehmen Sie besser kein Sonnenbad, sondern bleiben dort, wo es einigermassen schattig ist.