Frau im Bett

Selbstbehandlungs-Empfehlungen zur Linderung von Krankheitssymptomen bei Erwachsenen 

Tipps vom Apotheker und den Ärzten von santé24 zur Linderung von typischen Krankheitssymptomen bei einer COVID-19-Infektion, einer Erkältung oder einer Grippe.

Was Sie ganz allgemein tun können: 

  • Frischluft: Lüften Sie regelmässig, am besten mehrmals kurz stoss-lüften
  • Erhöhen Sie die Luftfeuchtigkeit in den Räumen
  • Schonen Sie Ihren Körper und schlafen Sie genug 
  • Verzichten Sie auf Alkohol und Nikotin 
  • Trinken Sie viel, zum Beispiel Wasser, Kräutertees, Ingwertee oder verdünnte Fruchtsäfte 
  • Lutschen Sie Husten- oder Erkältungsbonbons und gurgeln Sie zum Beispiel mit Salzwasser


Behandlung einzelner Krankheitssymptome 

Aus medizinischer Sicht ergibt es mehr Sinn, Symptome einzeln zu bekämpfen als Kombinationspräparate einzunehmen. Diese enthalten meist zu wenig vom wirklich benötigten Wirkstoff, dafür mehrere verschiedene andere Wirkstoffe, die gar nicht gebraucht werden. santé24 empfiehlt deshalb Folgendes:

  • Falls sich der Husten nicht «löst» oder sich eher zäher Schleim bildet, sollten Sie einen «Schleimlöser» einsetzen, zum Beispiel mit dem Wirkstoff Acetylcystein. Es eignen sich aber auch pflanzliche Produkte auf der Basis von Efeu, Spitzwegerich oder Malve. «Schleimlöser» verflüssigen den Schleim, damit dieser besser abgehustet werden kann.

  • Hustenstiller beruhigen den Hustenreiz, was besonders bei einem trockenen Reizhusten vor dem Schlafengehen sinnvoll sein kann. Am Tag können Sie Ihren Hustenreiz mit Lutschbonbons beispielsweise mit Salbei lindern. Eine Kombination aus Schleimlöser und Hustenstiller ergibt in der Regel keinen Sinn.
  • Lutschtabletten oder Sprays können durch die lokal betäubende Wirkung Schluckbeschwerden lindern. Zudem können Lutschbonbons auf pflanzlicher Basis – beispielsweise mit Salbei, Thymian, Isländisch Moos oder Emser Salz – hilfreich  sein. 

 
  • Inhalationen mit warmem Wasserdampf (max. 45°C!): Sie verflüssigen und lösen Sekrete, zudem und helfen Sie, die Nasenschleimhaut abzuschwellen. Dem Wasserdampf können Kräuter, zum Beispiel Kamille und Thymian, oder ätherische Öle wie Eukalyptus- oder Pfefferminzöl beigefügt werden. Erwachsene sollten zwei bis fünf Mal täglich fünf bis zehn Minuten inhalieren. Achtung: Bei Säuglingen und Kindern, die jünger als zwei Jahre sind, sollte auf Heisswasser-Inhalationen und auf die Anwendung von ätherischen Ölen unbedingt verzichtet werden.
  • Nasensprays oder Tropfen mit den Wirkstoffen Xylometazolin oder Oxymetazolin können die Schleimhäute abschwellen lassen und das Gefühl einer «verstopften» Nase lindern. Sie sollten aber nicht öfter als zwei bis drei Mal täglich und dies während maximal fünf bis sieben Tagen angewendet werden. Nutzen Sie eher Produkte ohne Konservierungsmittel.
  • Meerwasser oder isotonische Salzwasserlösungen können Sie in Form von Sprays und Spülungen zur Reinigung und zum Befeuchten der Nasenschleimhaut einsetzen.

Grundsätzlich ist eine erhöhte Körpertemperatur ein Zeichen einer Abwehrreaktion des Körpers. Sie muss nicht unbedingt gesenkt werden. Wenn Sie jedoch nicht mehr gut schlafen können, dann helfen unter Umständen Fiebersenker. Achtung: Manchmal schwitzt man nach der Einnahme von fiebersenkenden Mitteln sehr stark. Ziehen Sie deshalb schweissaufnehmende Kleidung an und vermeiden Sie Zugluft.

  • Arzneimittel auf der Basis von Paracetamol können eine erhöhte Temperatur oder Fieber am besten senken (maximal um 0.5 bis 1°C), Schmerzen und Druckgefühle im Kopf mildern sowie Gliederschmerzen bessern.
  • Erkältungstees auf Basis von Linden- oder Holunderblüten sollen das Schwitzen fördern und die Körpertemperatur senken.
  • Schlafen Sie bei erhöhter Temperatur oder Fieber nachts mit einem dünnen, schweissaufnehmenden Pyjama und einer dünnen Bettdecke. Die Zimmertemperatur sollte nicht zu warm und die Luft nicht zu trocken sein (siehe allg. Massnahmen).
  • Produkte auf Basis von Pfefferminzöl können tropfenweise auf Stirn und Schläfe aufgetragen werden. Sie helfen Kopfschmerzen zu lindern. 

 

 

Wann ist die telefonische Kontaktaufnahme mit dem Arzt empfohlen?

  • Bei sehr starkem Krankheitsgefühl/Erschöpfung oder bei Fieber über 38.3°C während mehr als zwei Tagen oder wenn das Fieber trotz Einnahme von Fiebersenkern in korrekter Dosierung (siehe Beipackzettel mit täglicher Maximaldosis) gar nicht gesenkt werden kann.
  • Bei Husten mit eitrigem oder blutigem Auswurf.
  • Bei krampfartigen Hustenanfällen bis zum Erbrechen.
  • Bei nächtlichem Reizhusten, sodass man nicht schlafen kann.
  • Bei Fieber ab 38.3°C UND Husten
  • Bei Atemnot, rufen Sie 144 an
  • Wenn Schmerzen beispielsweise im Ohr, im Mund, im Hals, an Gelenken oder andere Beschwerden wie Husten, Schluckbeschwerden sehr stark sind oder schnell zunehmen.
  • Bei begleitenden Seh- oder Sprachstörungen. Sehr starken Kopfschmerzen mit Nackenschmerzen oder Bewusstseinsstörungen
  • Wenn nach fünf Tagen keine Besserung eintritt oder die Symptome nach einer ersten Besserung erneut wieder auftreten. Bei Menschen höheren Alters (> 65 Jahre), mit geschwächtem Abwehrsystem (z.B. Krebstherapie, Transplantation etc.), mit chronischen Grunderkrankungen und/oder regelmässiger Medikamenten-Einnahme (z.B. Lungenerkrankungen, Diabetes, Herz-/Kreislauferkrankungen, Bluthochdruck) oder Frauen in Schwangerschaft und Stillzeit empfiehlt sich eine rechtzeitige telefonische Kontaktaufnahme mit dem betreuenden Arzt.

 

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