Sport in der Stillzeit

Viele Frauen möchten nach der Schwangerschaft gerne schnell ihre alte Figur zurückerlangen oder ihrem Lieblingssport nachgehen. Ob und wann man während der Stillzeit Sport betreiben kann und was es dabei zu beachten gibt, erfahren Sie hier.

Neben einer gesunden und ausgewogenen Ernährung während der Stillzeit, sind auch sportliche Aktivitäten wichtig. Regelmässige Bewegung hat auch während er Stillzeit zahlreiche gesundheitliche Vorteile. Wichtig ist jedoch, dass der Körper beim Sport nicht überbelastet wird.

Intensiver oder leistungsbezogener Sport kann in seltenen Fällen zu Problemen beim Stillen führen. Speziell im anaeroben Leistungsbereich, in dem der Körper wegen der extremen körperlichen Betätigung (z.B. bei einem Marathon) Milchsäure produziert, kann die Muttermilch beeinflusst werden. Die Milchsäure gelangt über das Blut in die sonst süssliche Muttermilch und lässt diese sauer und bitter schmecken, was zur Ablehnung der Muttermilch durch das Baby führen kann.

 

Der richtige Zeitpunkt

Ab wann nach der Entbindung regelmässig Sport getrieben werden kann, hängt von der körperlichen Verfassung, der persönlichen Fitness der Mutter und den sportlichen Gewohnheiten vor und während der Schwangerschaft ab. Der Körper der frischgebackenen Mutter muss sich anfänglich erholen. Bänder und Gewebe sind nach der Geburt weich und auch der Beckenboden muss seine Spannkraft zurückgewinnen. Lassen Sie es also langsam angehen. Ärzte empfehlen oft, rund sechs Wochen nach der Geburt wieder mit Sport zu beginnen.

 

Geeignete Sportarten

Für den Wiedereinstieg nach der Geburt sind vor allem Walking, leichtes Joggen, Inline-Skaten und Schwimmen empfehlenswert. Auch Velofahren tut dem Körper gut, solange Sie nicht allzu gebückt fahren, da dadurch der Beckenboden belastet wird. Als gezieltes Muskeltraining eignet sich Rückbildungsgymnastik.

 

Tipps

  • Treiben Sie vorzugsweise mehrmals pro Woche leichten Sport anstatt sich einmal pro Woche zu verausgaben.
  • Tragen Sie einen gut sitzenden Sport-BH, der stützt, aber nicht drückt oder scheuert. Achten Sie darauf, dass die Brustwarzen durch die Bewegung nicht gereizt werden.
  • Trinken ist allgemein wichtig, doch beim Sport sollte besonders auf eine ausreichende Flüssigkeits- und Mineralienzufuhr geachtet werden.
  • Achten Sie beim Duschen nach dem Sport darauf, dass Sie die Brust gut abwaschen. Ansonsten schmeckt sie nachher beim Stillen salzig für das Baby.

28.05.2019

 

Bei weiteren Fragen rund um die Gesundheit und Ernährung Ihres Babys stehen SWICA-Versicherten die telemedizinische Beratung von santé24 unter der Nummer +41 44 404 86 86 kostenlos zur Verfügung. Eine Praxisbewilligung für Telemedizin ermöglicht es den Ärzten von santé24 zudem, bei telemedizinisch geeigneten Krankheitsbildern weiterführende ärztliche Leistungen zu erbringen. Mit der medizinischen App BENECURA können SWICA-Versicherte ausserdem bei Krankheitssymptomen einen digitalen SymptomCheck machen und erhalten Empfehlungen fürs weitere Vorgehen. Bei einem anschliessenden Telefonat mit santé24 entscheidet der Kunde im Einzelfall selber, ob er die im SymptomCheck gemachten Angaben santé24 freigeben möchte.

Gefällt Ihnen unsere Website? Helfen Sie uns mit Ihrem Feedback, unsere Website zu optimieren und benutzerfreundlicher zu gestalten.
Feedback positivFeedback negativ