Muttermilch abpumpen

Für stillende Mütter ist es manchmal schwierig, die Anforderungen des Stillens mit Arztterminen, der Arbeit oder auch mal einem schönen Abend zu zweit zu vereinbaren. Wenn die Muttermilch abgepumpt wird, kann der hektische Alltag einfacher fallen.

Stillen ist etwas Wunderschönes. Für viele Mütter ist es jedoch nicht möglich, immer Zeit fürs Stillen zu finden. Indem die Milch vorab abgepumpt wird, können Mütter ihren Kindern die nahrhafte Muttermilch zu einem späteren Zeitpunkt geben.

Zu Beginn mag das Anlegen der Milchpumpe zwar etwas seltsam sein, für Mütter steigt die Unabhängigkeit dadurch aber enorm. Gleichzeitig muss das Baby nicht auf die wertvolle Milch verzichten.

Da das Stillen für Mutter und Kind ein Lernprozess ist, kann es eine Zeit dauern, bis das Stillen einwandfrei klappt. Deshalb sollte die Muttermilch während des Wochenbetts, d.h. während den ersten sechs bis acht Wochen, noch nicht im Fläschchen gegeben werden.

 

Wie wird die Milch abgepumpt?

Die Muttermilch kann entweder mit der Hand oder mit einer Pumpe abgepumpt werden. Das sogenannte Ausstreichen mit der Hand ist zeitaufwändiger und erfordert Übung. Dafür ist es die billigste Methode, da kein Gerät dafür benötigt wird. Einfacher und effizienter klappt es mit einer Pumpe. Falls nur gelegentlich gestillt wird, genügt eine manuelle Pumpe. Für Mütter, die regelmässig Milch abpumpen wollen, ist ein elektrisches Gerät empfehlenswert. Milchpumpen können in vielen Apotheken, Spitälern oder bei Hebammen und Stillberaterinnen gemietet werden.

 

Wann und wie oft soll man die Milch abpumpen?

Falls Sie nur gelegentlich kleinere Vorräte an Muttermilch aufbewahren wollen, sollten Sie am besten nach dem Stillen ca. 15 Minuten pro Brust abpumpen. Mütter, die regelmässig mehrere Mahlzeiten mit der abgepumpten Milch überbrücken möchten, z.B. wenn sie wieder in den Job einsteigen, sollten während der Abwesenheit abpumpen und die gesamte Milchmenge aufbewahren.

 

Wie lange kann man die Milch aufbewahren?

Muttermilch, die bei Zimmertemperatur (zwischen 17 °C und 25 °C) aufbewahrt wird, hält bis zu acht Stunden. Bei wärmeren Temperaturen verkürzt sich die Zeit. Im Kühlschrank ist die Lagerung der Muttermilch bis zu 72 Stunden möglich.

Wer die Muttermilch in kleinen Trinkportionen in verschliessbaren Gefässen einfriert, kann diese etwa sechs Monate aufbewahren. Das Gefäss sollte deshalb unbedingt mit dem Datum des Abpumpens angeschrieben werden. Einmal aufgetaut muss die Muttermilch verwendet oder weggeworfen werden.

 

11.06.2019

Bei weiteren Fragen rund um die Gesundheit und Ernährung Ihres Babys stehen SWICA-Versicherten die telemedizinische Beratung von santé24 unter der Nummer +41 44 404 86 86 kostenlos zur Verfügung. Eine Praxisbewilligung für Telemedizin ermöglicht es den Ärzten von santé24 zudem, bei telemedizinisch geeigneten Krankheitsbildern weiterführende ärztliche Leistungen zu erbringen. Mit der medizinischen App BENECURA können SWICA-Versicherte ausserdem bei Krankheitssymptomen einen digitalen SymptomCheck machen und erhalten Empfehlungen fürs weitere Vorgehen. Bei einem anschliessenden Telefonat mit santé24 entscheidet der Kunde im Einzelfall selber, ob er die im SymptomCheck gemachten Angaben santé24 freigeben möchte.