Zu wenig Milch? So regen Sie die Milchbildung an

Oft glauben Mütter, sie hätten zu wenig Milch. Das kann sein, muss aber nicht. Dass es kurzfristig zu einem Engpass kommen kann, ist ganz normal und muss nicht heissen, dass das Baby zu kurz kommt. Wir verraten Ihnen, wie Sie die Milchbildung «ankurbeln» können.
Vor allem junge und unerfahrene Mütter haben oft das Gefühl, ihr Kind nicht ausreichend mit Muttermilch ernähren zu können. Zu den bekanntesten Gründen für einen Milchmangel zählen ein zu enger BH, falsches Anlegen, Stress, Ärger, extremer Schlafmangel oder hormonelle Störungen. Diese Empfehlungen helfen Ihnen bei der «Produktion» von Muttermilch.

Angebot und Nachfrage

Stillende Frauen haben von Natur aus immer genügend Milch für ihren Sprössling. Die Milchmenge passt sich dabei ganz dem Bedarf des Kindes nach dem Prinzip «Nachfrage und Angebot» an. Das heisst: Je häufiger gestillt wird, desto mehr Milch wird auch gebildet. Wenn das Baby also nach der Brust verlangt, sollten Sie es auch anlegen, da der Körper automatisch auf die Bedürfnisse des Kindes reagiert und mehr Milch produzieren wird.

Zeit nehmen

Stress und Hektik können den Milchfluss hemmen. Nehmen Sie sich deshalb genügend Zeit, lernen Sie sich beim Stillen zu entspannen, indem Sie eine bequeme Stillhaltung einnehmen.

Ernährung

Gewisse Nahrungsmittel können den Milchfluss positiv oder negativ beeinflussen. Zur Steigerung des Milchflusses sollten Sie unbedingt genügend Flüssigkeit in Form von Wasser oder Tee trinken. Als milchfördernd gelten Malzgetränke und die Teesorten Fenchel, Kreuzkümmel, Anis sowie spezielle Stilltees. Alkohol, Kaffee, Salbei- und Pfefferminztee hemmen hingegen die Milchproduktion. Aber auch bestimmte Esswaren, wie Vollkornprodukte (Brot, Reis, Griess, Haferflocken etc.) und Nüsse (vor allem Mandeln) fördern den Milchfluss. Als absoluter Geheimtipp unter Hebammen gelten Milchbildungskugeln. Sie sind ein Gemisch aus Hafer, Gerste und Weizen.


01.06.2015
Bei weiteren Fragen rund um die Gesundheit und Ernährung Ihres Babys stehen SWICA-Versicherten die telemedizinische Beratung von santé24 unter der Nummer +41 44 404 86 86 kostenlos zur Verfügung. Eine Praxisbewilligung für Telemedizin ermöglicht es den Ärzten von santé24 zudem, bei telemedizinisch geeigneten Krankheitsbildern weiterführende ärztliche Leistungen zu erbringen. Mit der medizinischen App BENECURA können SWICA-Versicherte ausserdem bei Krankheitssymptomen einen digitalen SymptomCheck machen und erhalten Empfehlungen fürs weitere Vorgehen. Bei einem anschliessenden Telefonat mit santé24 entscheidet der Kunde im Einzelfall selber, ob er die im SymptomCheck gemachten Angaben santé24 freigeben möchte.