Grippe weg, Husten bleibt

Endlich ebbt die Grippewelle langsam ab: Viele Betroffene haben sich wieder erholt und fühlen sich eigentlich gesund – wenn nur dieser hartnäckige Husten nicht wäre. Erfahren Sie hier, wann die letzten Strapazen der Grippe verschwinden sollten.
Folgendes Szenario kommt Ihnen vielleicht bekannt vor: Sie haben sich vor ein bis zwei Wochen eine Grippe eingefangen, aber zum Glück sind die heftigsten Beschwerden wie Fieber, Kopf- und Gliederschmerzen nun vorbei. Die Nase läuft zwar noch etwas, aber Sie fühlen sich fit und gehen wieder zur Arbeit. Einzig der Husten macht Ihnen noch den Alltag schwer: Besonders lästig ist er beim Telefonieren, bei Gesprächen oder in Sitzungen. Schnell greift man zu einem Medikament, das den Hustenreiz lindern soll – je nach dem ist das aber nicht sinnvoll.

Husten ist nicht gleich Husten

Die Symptome verändern sich im Verlauf einer Erkältung oder einer Grippe. Zu Beginn ist der Husten oft trocken und zähschleimig. Abhilfe verschaffen hier Medikamente, die den Schleim verflüssigen: Dadurch kann das Sekret abgehustet werden. Wenn der Schleim in der Lunge liegen bleibt, behindert er den Luftaustausch in den Bronchien und bildet einen idealen Nährboden für Bakterien, die eine Lungenentzündung auslösen können. Gegen Ende der Infektion fühlen sich die Atemwege hingegen oft trocken an und es bleibt der mühsame Reizhusten. In diesem Fall helfen sogenannte «Hustenstiller», also beruhigende Medikamente in Form von Tabletten, Sirup oder Lutschpastillen.

Begleiter oder Krankheit?

Husten infolge einer Erkältung oder einer Grippe kann bis zu drei Wochen andauern, jedoch sollte nach etwa zwei Wochen eine leichte Verbesserung spürbar sein. Hält er über vier Wochen an oder erscheint er nicht in Begleitung einer Erkältung oder einer Grippe, sollten auch andere Auslöser in Betracht gezogen werden – zum Beispiel eine chronische Erkrankung der Lungen oder Bronchien. Gerade bei Rauchern kann als Ursache auch eine chronisch obstruktive Lungenerkrankung (COPD), im Volksmund als «Raucherlunge» bekannt, in Frage kommen. Falls die Beschwerden nicht abklingen, sollten Sie einen Arzt konsultieren.

COPD-Studie des KSSG

Leiden Sie an COPD? Das Kantonsspital St. Gallen untersucht in einer Studie, ob Patienten mit einer telemedizinischen Betreuung unterstützt werden können. Dadurch sollen Verschlechterungen rechtzeitig erkannt werden. Mehr Informationen zum Projekt und die Anmeldung finden Sie hier.


01.03.2017
Bei weiteren Fragen rund um die Gesundheit steht SWICA-Versicherten die telemedizinische Beratung von santé24 unter der Nummer +41 44 404 86 86 kostenlos zur Verfügung. Eine Praxisbewilligung für Telemedizin ermöglicht es den Ärzten von santé24 zudem, bei telemedizinisch geeigneten Krankheitsbildern weiterführende ärztliche Leistungen zu erbringen. Mit der medizinischen App BENECURA können SWICA-Versicherte ausserdem bei Krankheitssymptomen einen digitalen SymptomCheck machen und erhalten Empfehlungen fürs weitere Vorgehen. Bei einem anschliessenden Telefonat mit santé24 entscheidet der Kunde im Einzelfall selber, ob er die im SymptomCheck gemachten Angaben santé24 freigeben möchte.

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