Dem Winterblues entkommen

Ähnlich den Temperaturen sinkt im Winter bei vielen Menschen das Stimmungsbarometer regelmässig auf Tiefstwerte. Dunkelheit, Kälte und das ewige Grau in Grau schlagen aufs Gemüt. Was es mit der Winterdepression auf sich hat und wie Sie erst gar nicht ins Winterloch fallen, erfahren Sie hier.

Sie fühlen sich müde, obwohl Sie genug schlafen? Sie sind energie- und antriebslos, obwohl Sie ausgeruht sind? Sie haben keine Lust auf soziale Kontakte, obwohl Sie es geniessen in Gesellschaft zu sein, oder Sie ziehen sich zurück und verlassen Ihre Wohnung nur noch, wenn es sein muss?

All dies sind Symptome des Winterblues, ausgelöst durch einen Mangel an Tageslicht. Die medizinische Erklärung hierfür: Wegen dem fehlenden Tageslicht stellt der Körper weniger vom «Glückshormon» Serotonin her, dafür aber mehr vom «Schlafhormon» Melatonin. Diese Veränderung des Stoffwechsels kann den Körper aus dem Gleichgewicht bringen.

 

Dem Winterblues entgegenwirken

Das Gleichgewicht kann wieder hergestellt werden, indem Sie auch bei schlechtem Wetter regelmässig an die frische Luft gehen. Denn selbst wolkenverhangene Wintertage haben mehr Licht als ein hell erleuchtetes Zimmer. Bewegung hilft zusätzlich, den Stoffwechsel wieder in Schwung zu bringen und soziale Kontakte lassen Sie den Winterblues vergessen. Deshalb gehen Sie am besten heraus und treffen Freunde. Dann sollte sich Ihre Stimmung auch wieder aufheitern.

 

Behandlung der Winterdepression

Falls die Symptome des Stimmungstiefs stärker ausgeprägt sind und andauern, spricht man nicht mehr vom Winterblues, sondern von einer Winterdepression (saisonal-affektive Depression). Diese sollte in Absprache mit einem Arzt behandelt werden.

Meistens wird die Winterdepression mit einer Lichttherapie angegangen. Dabei setzt sich der Betroffene täglich etwa 30 Minuten in einem Abstand von circa einem halben Meter vor eine spezielle Therapie-Lampe (um ein Zigfaches heller als eine herkömmliche Lampe) hin und holt sich so die nötige Lichtmenge. Johanniskraut-Extrakt wird ebenfalls öfters gegen Winterdepressionen angewandt. Zeigen weder Lichttherapie noch Johanniskraut-Extrakt eine Wirkung, können auch Antidepressiva zum Einsatz kommen.


08.11.2017
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