Verspannungen lösen

Nackenstarre, im Volksmund auch als «Hals-Cheri» bekannt, bezeichnet eine Muskelverspannung im Hals- oder Schulterbereich. Verspannungen können auch an anderen Körperstellen auftreten und haben eines gemeinsam: Sie sind schmerzhaft und können unser Wohlbefinden beeinträchtigen.

Es fühlt sich an wie ein Kragen aus Nadeln: Jede Bewegung des Kopfs gibt einen unangenehmen Stich in den Nacken oder in die Schultern – teilweise kann ein Körperteil durch den Schmerz gar nicht mehr bewegt werden. Einer solchen Verspannung können verschiedene Ursachen zu Grunde liegen. Sie entstehen bei langem Sitzen in gleicher Haltung (am Computer oder beim Lesen) oder bei ungünstigen Schlafpositionen. Auch Fehlhaltungen, Stress und übermässig viel Sport können zu einer Verhärtung der Muskeln führen.

Um einen Muskel wieder zu entspannen, kann man verschiedene Techniken anwenden. Damit die Durchblutung gefördert wird, helfen zum Beispiel Sportsalben und Wärmekissen. Ausserdem kann ein heisses Bad entspannend wirken und die Blutzirkulation im ganzen Körper fördern. Bei einer Verspannung schafft manchmal auch eine Massage Abhilfe. Wer keine Zeit hat für einen Massagetermin, kann es auch selbst versuchen.

 

Wenn die Verspannung im Nacken sitzt

Um die Verspannung zu lösen benötigt man einen Gummi- oder Tennisball, ein Stück Schnur und zum Beispiel einen Stuhl mit hoher Rückenlehne. So kann man den Ball zwischen der Lehne und der Schulter / dem Nacken einklemmen und mit sanften Bewegungen und wenig Druck versuchen, den Muskel etwas zu massieren. Mit der Schnur kann der Ball wieder in die richtige Position gezogen werden.

 

Rückenschmerzen abrollen

Mit einer Massage- oder Yogarolle kann man gegen Muskelverspannungen im Rücken vorgehen. Die Rolle wird zum Beispiel auf einem Teppich platziert. Legen Sie sich mit dem Rücken auf die Rolle und wirken Sie mit langsamen und kleinen Bewegungen auf den Muskel ein.

Um zu verhindern, dass sich der Muskel erneut verspannt, sollte man auch der Ursache auf den Grund gehen. Wiederkehrende Muskelverspannungen führen oft zu Schonhaltungen, was wiederum weitere Verhärtungen auslösen kann. Wenn die Ursache der Verspannung nicht ausfindig gemacht werden kann oder wenn die Schmerzen über einen längeren Zeitraum (mehrere Wochen) andauern, sollte besser ein Arzt aufgesucht werden.

 

Entspannt arbeiten

SWICA bietet Unternehmen den Kurs «Ergonomie am Arbeitsplatz» an. Auf Wunsch kommt ein Ergonomietherapeut an den Firmenstandort und zeigt jedem Mitarbeitenden individuell, wie er oder sie ihren Arbeitsplatz optimieren kann. SWICA führt ausserdem den Kurs «Ergonomie am Bildschirmarbeitsplatz» durch. Die Teilnehmenden lernen die Zusammenhänge zwischen Beschwerden und Bildschirmarbeitsplatz kennen, nach dem Kurs wissen sie Bescheid über ergonomische Einrichtungen und sind sich bewusst, dass sie durch Kräftigung ihrer Muskulatur Schmerzen durch langes Sitzen vorbeugen können.

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09.11.2016
Bei weiteren Fragen rund um die Gesundheit steht SWICA-Versicherten die telemedizinische Beratung von santé24 unter der Nummer +41 44 404 86 86 kostenlos zur Verfügung. Eine Praxisbewilligung für Telemedizin ermöglicht es den Ärzten von santé24 zudem, bei telemedizinisch geeigneten Krankheitsbildern weiterführende ärztliche Leistungen zu erbringen. Mit der medizinischen App BENECURA können SWICA-Versicherte ausserdem bei Krankheitssymptomen einen digitalen SymptomCheck machen und erhalten Empfehlungen fürs weitere Vorgehen. Bei einem anschliessenden Telefonat mit santé24 entscheidet der Kunde im Einzelfall selber, ob er die im SymptomCheck gemachten Angaben santé24 freigeben möchte.