Sonnenbrand oder Sonnenallergie?

Wenn die Sonne scheint, geht es schnell: Die Haut färbt sich rot und schmerzt. Was als Zeichen für einen Sonnenbrand gilt, kann auch eine Allergie sein.

Endlich Sommer! Für viele ist jetzt Ferienzeit – ob am Strand, in den Bergen oder beim Städtetrip: Wenn wir unser erstes Sonnenbad genossen oder uns lange draussen aufgehalten haben, ist die Gefahr für einen Sonnenbrand gross. Doch was, wenn sich plötzlich rote Flecken und Blasen auf der Haut bilden?

In der Schweiz ist rund ein Fünftel der Bevölkerung von einer Sonnenallergie (Polymorphe Lichtdermatose) betroffen. Die Symptome machen sich nach mehreren Stunden oder Tagen bemerkbar, während sie beim Sonnenbrand bereits nach drei bis fünf Stunden erscheinen. Sonnenbrand entsteht überwiegend durch UVB-Strahlen und führt zu flächigen Hautrötungen, die brennen und spannen. Die allergische Reaktion hingegen wird meistens von UVA-Strahlen ausgelöst, die tiefer in die Haut eindringen. Dabei können sich fleckige Rötungen, Bläschen und Knötchen bilden, die oft von starkem Juckreiz begleitet werden.

 

Betroffen: Was nun?

Eine Allergie ist nicht heilbar, jedoch kann ihr Auftreten zum Beispiel mit Sonnenschutzprodukten erfolgreich reduziert werden. Am besten eignen sich Produkte mit einem möglichst hohen Lichtschutzfaktor (30 bis 50), die einen UVA- und einen UVB-Filter enthalten. Zudem sollte die Haut möglichst langsam an starke Sonneneinstrahlung gewöhnt werden. Eine Methode dafür sind Ganzkörperbestrahlungen: Damit ist nicht etwa der Gang ins Solarium gemeint, sondern eine sogenannte Phototherapie mit einer möglichst geringen UV-Belastung, die von einem Facharzt durchgeführt wird. Diese Behandlung kann zwar helfen, Polymorphe Lichtdermatose zu verhindern – eine erhöhte Sonnenempfindlichkeit bleibt aber meist bestehen.

 

Akute Beschwerden

Wenn Ihre Haut eine allergische Reaktion zeigt, sollten Sie so gut wie möglich weitere UV-Strahlung verhindern. In der Regel lassen die Beschwerden dann ohne weitere Behandlung nach. Um den Juckreiz zu lindern, helfen Antihistaminika. Die betroffenen Stellen können zudem mit Cremes behandelt werden. Am besten lassen Sie sich in einer Apotheke beraten.



21.06.2017
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