Smoothies: In Massen zu geniessen

Smoothies bestehen hauptsächlich aus Früchten und Gemüse und enthalten damit viele Vitamine. Aber Achtung: Beim Genuss der bunten Säfte gibt es auch einiges, worauf geachtet werden sollte.

Fünf Portionen am Tag sollten es sein, aber es ist gar nicht immer so einfach, genügend Obst und Gemüse zu essen. Umso verlockender ist der Gedanke, Banane, Apfel, Rüebli und Co. in den Mixer zu werfen und den täglichen Bedarf in Form eines Smoothies bequem mit ein paar Schlucken zu decken. Dabei sollten ein paar Fakten aber nicht ausser Acht gelassen werden.

 

Mehr Gemüse statt Früchte

Besondere Vorsicht ist bei süssen Früchten geboten: Durch den darin enthaltenen Fruchtzucker sind sie nämlich richtige Kalorienbomben. Wenn im Smoothie zu viele Früchte enthalten sind, nimmt man in kurzer Zeit eine Unmenge von Fructose auf – denn essen würde man so viele Früchte auf einmal nicht. Da der Körper nur eine begrenzte Menge an Fruchtzucker verwerten kann, bekommt der Fructose-Überschuss dem Darm oft nicht gut und führt zu Bauchweh, Blähungen oder Durchfall. Fructose kann auch nicht in Form von Energie gespeichert werden und wird bei übermässigem Konsum in Fett umgewandelt. Besser ist es, wenn der Smoothie mehr Gemüse statt Früchte enthält. Dadurch fällt bereits eine grosse Menge an Kalorien weg und auch das Risiko für Verdauungsprobleme wegen zu viel Fructose ist geringer.

 

Die Form ist entscheidend

Durch das Pürieren gehen ausserdem viele Nahrungsfasern verloren, welche in der festen Form enthalten sind. Diese fehlen dann dem Darm, was zu Verstopfung führen kann. Ausserdem spielt die Form, in der wir Gemüse oder Früchte zu uns nehmen, auch für das Sättigungsgefühl eine wichtige Rolle: So fühlen wir uns nach dem Essen satter als nach dem Trinken, da der Magen besser ausgefüllt ist. Beachtet man aber den Nährwert und die Kalorien, sind Smoothies eigentlich kein Getränk für zwischendurch, sondern eher kleine Mahlzeiten.

 

Langsam trinken

Smoothies sollten also als Zwischenmahlzeiten eingeplant und nicht als Durstlöscher für zwischendurch getrunken werden. Wenn man einen Schluck nimmt, sollte man diesen am besten etwas im Mund behalten, damit der Saft mit Speichel vermischt wird. Die sogenannte Speichel-Amylase zersetzt Kohlenhydrate, welche zahlreich in Smoothies enthalten sind, bereits im Mund und verhindert dadurch Blähungen. Ausserdem kann der pH-Wert des Speichels teilweise säurehaltige Lebensmittel neutralisieren, wodurch der Magen weniger gereizt wird. Es empfiehlt sich auch nicht allzu grosse Mengen aufs Mal zu trinken, sodass der Darm bei der Verarbeitung nicht strapaziert wird.

 

Ab und zu ein Smoothie

Obwohl Früchte und Gemüse besser in fester Form konsumiert werden, muss man nicht gleich ganz auf Smoothies verzichten. Wie so oft kommt es auf das Mass an: Wenn es mal schnell gehen soll, kann man als Alternative auch hin und wieder zu einem Saft greifen – am besten zu einem selbstgemachten. Falls auch dafür keine Zeit bleibt, lohnt sich bei gekauften Produkten ein Blick auf die Inhaltsstoffe, denn oftmals werden die Getränke mit reinem Saft gestreckt. Als dauerhaften Ersatz für Frischkost sind Smoothies aber nicht geeignet. Übrigens: In einem typischen Smoothie sind keine Milchprodukte enthalten – sie bestehen rein aus pürierten Früchten und Gemüse, können aber je nach Geschmack mit Nüssen, Samen oder Kräutern verfeinert werden.

 

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21.09.2016

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