Neurodermitis: Der Kampf gegen den Juckreiz

Es juckt so stark, dass Sie nicht anders können, als sich zu kratzen. Viele kennen dieses Gefühl von einem Mückenstich oder nach dem Kontakt mit einer Brennnessel. Neurodermitis-Patienten kämpfen unter Umständen ihr ganzes Leben gegen diesen Reiz. Aussicht auf Heilung gibt es vor allem im Jugendalter.

Neurodermitis (Atopoische Dermatitis) ist eine chronische Hauterkrankung mit schubartigem Verlauf. Normalerweise tritt sie schon im Säuglingsalter auf und betrifft laut dem Allergiezentrum Schweiz (aha!) bis zu zwanzig Prozent der Kinder in der Schweiz. Oftmals kommt es zu einer Besserung bis zum Schulalter oder die Krankheit verschwindet sogar ganz. Im Erwachsenenalter sind nur noch vier bis fünf Prozent der Bevölkerung davon betroffen.

Neurodermitis ist nicht ansteckbar und wird häufig über die Gene vererbt. Die genaue Ursache der Krankheit ist noch nicht bekannt. Die Auslöser sind von Patient zu Patient verschieden – dementsprechend vielfältig sind auch die Behandlungsmöglichkeiten.

Symptome

Ein Test, der Neurodermitis erkennt, gibt es nicht. Die Krankheit lässt sich nur aufgrund der Symptome bestimmen. Diese reichen von trockener, sensibler Haut über starken Juckreiz bis hin zu Hautentzündungen.

Alltagstipp für ein Leben mit Dermatitis

Obwohl die Behandlung der Krankheit mit dem Arzt individuell besprochen werden muss, gibt es ein paar allgemeine Tipps, die Linderung verschaffen können:

  • Schwitzen regt den Juckreiz an. Achten Sie vor allem beim Schlafen auf angepasste Kleidung. Auch den Tag durch sollten Sie sich nicht zu fest einpacken.
  • Die Psyche kann einen Einfluss auf die Krankheit haben. Probieren Sie Entspannungstechniken aus: Mehr dazu lesen Sie hier in unserer Kundenzeitschrift aktuell.
  • Achten Sie bei der Kleidungswahl auf den Stoff und die Verarbeitung. Zu empfehlen sind Naturfasern wie beispielsweise Baumwolle, Seide oder Leinen. Da jede Haut anders auf einen Stoff reagiert, muss von Fall zu Fall geprüft werden, welcher Stoff zu Ihrer Haut passt.
  • Tragen Sie die unterste Kleidungsschicht mit den Nähten nach aussen.
  • Verwenden Sie keine Weichspüler bei Funktionskleidung. Weichspüler beeinträchtigen die Atmungsaktivität der Kleider.
  • Passen Sie die Hautpflege der Jahreszeit an. Im Winter sollten Sie eher fetthaltige Cremes wählen und im Sommer Produkte mit einem höheren Feuchtigkeitsanteil.

14.03.2018

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