Sommerhitze: Wirkung von Medikamenten beachten

Bei heissem Wetter ist es sinnvoll, die richtige Lagerung von Medikamenten zu überprüfen. Ausserdem ist bei gewissen Medikamenten Vorsicht geboten: Bei Hitze verändert sich Ihre Wirkung im Körper.
Kühl, trocken und vor Sonnenlicht geschützt lagern – so steht es auf den meisten Beipackzetteln von Medikamenten. Konkret können viele Arzneien bei 15 bis 25 Grad aufbewahrt werden (mehr zur Korrekten Aufbewahrung von Medikamenten finden Sie in unserem Gesundheitstipp «Medikamente richtig lagern»). Im Sommer ist besonders darauf zu achten, dass sie vor extremer Hitze und praller Sonne geschützt sind, auch bei Transporten in der Reiseapotheke oder in der Handtasche.

Wirkung geht verloren

Denn Hitzeschäden sind bei Arzneien in jeglicher Form möglich. Dabei können sich die Wirkstoffe unregelmässig verteilen, sich zersetzen oder es kann zu chemischen Reaktionen kommen. Teilweise trennen sich auch die Bestandteile voneinander. Bei Cremes oder Zäpfchen sieht man das relativ gut, aber nicht immer ist die Beeinträchtigung von aussen sichtbar. Anfällig sind Säfte, Lösungen und Spraydosen: Letztere können bei zu starker Erwärmung aufreissen oder gar explodieren. «Im Zweifelsfall wendet man sich am besten an einen Arzt oder Apotheker», sagt Daniel Kreyenbühl, Leiter Medikamentensprechstunde bei santé24. «Sie können Auskunft über die richtige Lagerung geben.»

Hitze kann die Wirkung beeinträchtigen

Nicht nur die Medikamente selbst verändern sich bei Hitze, sondern auch die Reaktion der Patienten darauf: So kann es bei gewisse Arzneien zu unerwünschten Wirkungen kommen, weil sich die Konzentration im Körper über Gebühr erhöht. Weitere Beschwerden können sein:

  • Verschiedene Antibiotika, Psychopharmaka, Herzmedikamente oder Johanniskraut erhöhen die Lichtempfindlichkeit der Haut, Sonnenbrand droht. Ebenso können entzündungshemmende Medikamente wie Diclofenac und Ibuprofen zu heftigen Reaktionen der Haut führen.
  • Schilddrüsen-Hormonpräparate, bestimmte Antidepressiva, Antihistaminika und Anticholinergika beeinflussen die körpereigene Temperaturregulierung, es kann zur Überhitzung kommen.
  • Patienten, die Entwässerungsmittel nehmen, könnten aufgrund der Hitze zu viel Flüssigkeit verlieren.
  • Hochdruckpatienten, die dauerhaft Blutdrucksenker einnehmen, könnten plötzlich zu niedrige Werte haben. Denn die hohen Aussentemperaturen lassen den Blutdruck ohnehin absinken. Die Patienten sollten häufiger ihren Blutdruck messen, ev. kann – unbedingt in Absprache mit dem Arzt – auch eine vorübergehende Anpassung der Dosierung angebracht sein.

Bei Fragen zur Lagerung oder Dosierung von Medikamenten steht SWICA-Versicherten die Medikamentensprechstunde von santé24 zur Verfügung. Einfach unter +41 44 404 86 86 einen Termin vereinbaren.


31.07.2019
Bei weiteren Fragen rund um die Gesundheit steht SWICA-Versicherten die telemedizinische Beratung von santé24 unter der Nummer +41 44 404 86 86 kostenlos zur Verfügung. Eine Praxisbewilligung für Telemedizin ermöglicht es den Ärzten von santé24 zudem, bei telemedizinisch geeigneten Krankheitsbildern weiterführende ärztliche Leistungen zu erbringen. Mit der medizinischen App BENECURA können SWICA-Versicherte ausserdem bei Krankheitssymptomen einen digitalen SymptomCheck machen und erhalten Empfehlungen fürs weitere Vorgehen. Bei einem anschliessenden Telefonat mit santé24 entscheidet der Kunde im Einzelfall selber, ob er die im SymptomCheck gemachten Angaben santé24 freigeben möchte.