Gefahr aus dem Wasser

Die Legionärskrankheit – oder auch Legionellose – ist eine Erkrankung der Atemwege. Die Erreger befinden sich im Wasser und werden durch das Einatmen von verunreinigten Wassertröpfchen aufgenommen. Wie Sie sich vor den Legionella-Bakterien schützen können, erfahren Sie in unserem Gesundheitstipp.

Legionellen sind Keime, die sich in natürlichen Gewässern wie beispielsweise Seen, Teichen, und Flüssen aber auch in Schwimmbädern oder Trinkwasserleitungen entwickeln können. Verhängnisvoll werden die Bakterien, wenn sie eine gewisse Konzentrierung aufweisen. Die ideale Warmwassertemperatur für Legionellen liegt zwischen 25°C und 45°C. Bei diesen Temperaturen können sich die Keime optimal vermehren.

Anzeichen einer Erkrankung

Vorboten einer Erkrankung sind Fieber, Husten, Muskel- und Kopfschmerzen sowie Appetitverlust, die zirka zwei bis zehn Tage nach der Ansteckung auftreten. Ist eine Erkrankung ausgebrochen, verläuft sie als leichte bis schwere Lungenentzündung, die im aller schlimmsten Fall sogar tödlich enden könnte. Behandelt wird die Legionärskrankheit mit Antibiotika.

Übertragung

Aufgenommen werden die Legionella-Bakterien durch verunreinigte Wassertröpfchen. Dies kann im Alltag beim Duschen, Zähneputzen oder Abwaschen schnell geschehen. Am anfälligsten sind Personen die rauchen, eine Vorerkrankung der Lunge wie z.B. Asthma oder COPD oder eine geschwächte Immunabwehr (evtl. auch durch Medikamente oder Therapien) haben. Die Übertragung von Mensch zu Mensch ist gemäss BAG zwar möglich, jedoch nur sehr selten der Fall. Im Jahr 2017 registrierte das BAG rund 490 Legionellen-Fälle. Im Jahr 2018 sind bis Mitte Juli bereits 294 Fälle bekannt.

Was kann ich zur Vorbeugung tun?

Für öffentliche Betriebe wie beispielsweise Schwimmbäder oder Spitäler bestehen bereits Vorschriften zur Wasseraufbereitung, um den Bakterien vorzubeugen. Für Privathaushalte gibt es bis heute jedoch noch keine verbindlichen Richtlinien. Das Bundesamt für Gesundheit (BAG) empfiehlt darauf zu achten, dass das Warmwasser beim Boilerausgang eine konstante Temperatur von 60°C und im Leitungssystem von 55°C aufweist. Des Weiteren sollte die Kaltwassertemperatur 25°C nicht überschreiten, da die Legionella-Bakterien bei einer Temperatur unter 25°C zwar lebensfähig sind, sich aber nicht vermehren können. Werden Wasserleitungen länger nicht verwendet, empfiehlt es sich zudem, die Rohre vor dem erneuten Gebrauch gründlich zu spülen und so von allfällig verschmutztem Wasser zu reinigen.

 

19.09.2018

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