Ernährung bei Laktoseintoleranz

Wenn nach dem Genuss von Milchprodukten der Magen rebelliert, kann eine Laktoseintoleranz die Ursache sein. Warum das aber nicht bedeutet, dass Sie ganz auf Milchprodukte verzichten müssen, lesen Sie hier.
Die Laktoseintoleranz ist eine Nahrungsmittelunverträglichkeit gegen Milchzucker (Laktose), die durch einen Mangel des Enzyms Laktase entsteht. Ohne dieses Enzym ist der Körper nicht in der Lage, Milchzucker zu verdauen. Im Dickdarm löst die unverdaute Laktose Krämpfe, Blähungen und Durchfall aus.

Wo ist Laktose enthalten?

Laktose kommt hauptsächlich in Milchprodukten vor. Der jeweilige Laktosegehalt kann dabei stark variieren: Ein Glas frische Kuhmilch (2 Deziliter) hat beispielsweise einen eher hohen Laktosegehalt von rund 10 Gramm. Sehr fetthaltige oder gesäuerte Milchprodukte wie Rahm, Butter, Buttermilch, Joghurt und Quark hingegen weisen einen deutlich tieferen Laktosegehalt auf. Hart-und Halbhartkäse gelten sogar als nahezu laktosefrei, da der Milchzucker während des Reifeprozesses abgebaut wird. Werden Milchprodukte mit laktosefreien Lebensmitteln kombiniert (zum Beispiel Joghurt mit Müsli), erhöht sich die Verträglichkeit zusätzlich. Solange Betroffene die konsumierte Menge an Laktose im Auge behalten, können Milchprodukte gut in die Ernährung integriert werden. Das ist nicht immer einfach, da Laktose oft auch als Bindemittel und Geschmacksverstärker in verarbeiteten Produkten eingesetzt wird. So zum Beispiel in Beutelsuppen, Wurstwaren, Süssigkeiten, Schokolade, Backwaren und sogar Medikamenten.

Und wenn ich gar nicht auf Milchprodukte verzichten will oder kann?

Während Mahlzeiten zuhause unbeschwert genossen werden können, stellt ein Restaurantbesuch für Laktoseintolerante eine grössere Herausforderung dar. Wer auf Nummer sicher gehen und Beschwerden vermeiden will, kann vor dem Essen eine Laktase-Tablette einnehmen. Diese eher kostenintensiven Präparate sind in Apotheken erhältlich und ermöglichen vorübergehend die Verdauung von Laktose.

Milchersatz

Als direkter Milchersatz eignen sich Getränke aus Soja-, Hafer-, Mandel-, Kokos- und Reismilch. Viele Lebensmittelgeschäfte bieten zudem eine grosse Auswahl an laktosefreien Milchprodukten an.

Mängel vermeiden

Da Milch der wichtigste Kalziumlieferant unseres Körpers und Kalzium der Hauptbestandteil von Knochen und Zähnen ist, sollten Sie beim Verzicht auf Milchprodukte andere kalziumreiche Nahrungsmittel essen. Grünes Gemüse, frische Kräuter, Nüsse und kalziumreiches Mineralwasser bieten sich als Ersatz an.


17.01.2018
Bei weiteren Fragen rund um die Gesundheit steht SWICA-Versicherten die telemedizinische Beratung von santé24 unter der Nummer +41 44 404 86 86 kostenlos zur Verfügung. Eine Praxisbewilligung für Telemedizin ermöglicht es den Ärzten von santé24 zudem, bei telemedizinisch geeigneten Krankheitsbildern weiterführende ärztliche Leistungen zu erbringen. Mit der medizinischen App BENECURA können SWICA-Versicherte ausserdem bei Krankheitssymptomen einen digitalen SymptomCheck machen und erhalten Empfehlungen fürs weitere Vorgehen. Bei einem anschliessenden Telefonat mit santé24 entscheidet der Kunde im Einzelfall selber, ob er die im SymptomCheck gemachten Angaben santé24 freigeben möchte.