Dr. Google – Sinn und Unsinn

Vielfach konsultiert man bei Schmerzen oder dem Verdacht auf eine Krankheit als erstes «Dr. Google». Schnell findet sich eine Diagnose im Internet. Leider ist diese häufig irreführend. Wir geben Tipps, wie Sie sich im Diagnose-Dschungel von Google zurechtfinden.
Nicht nur die Jungen informieren sich heutzutage über Gesundheitsfragen gerne im Internet – es ist ein generationenübergreifendes Phänomen. Was Sie bei der Google-Suche beachten müssen, erfahren Sie hier:

Wie die Frage, so die Antwort

Die Suchmaschine ist nur so gut, wie derjenige, der sie benutzt. Wenn man nicht die richtigen Fragen stellt, dann erhält man auch nicht die richtigen Antworten.

Bei vielen Beschwerden ist es schwierig, die Schmerzen zu lokalisieren oder gar zu beschreiben: Wo genau im Rücken habe ich Schmerzen? Handelt es sich um einen stechenden oder stumpfen Schmerz? Nach was muss ich suchen? Falls Sie Ihr Leiden nicht beschreiben können, kann Google Ihnen nur schwer helfen.

Datum der Veröffentlichung

Um sicher zu gehen, dass die Informationen aus dem Internet nicht veraltet sind, sollten Sie das Veröffentlichungsdatum des Texts oder der Webseite kontrollieren.

Wer hat was geschrieben

Angenommen, Sie waren bei der Suche erfolgreich und haben Resultate vorliegen. Jetzt müssen Sie diese bewerten. Am besten vergleichen Sie dazu mehrere Internetseiten, deren Inhalt sich mit demselben Thema befasst.

Achten Sie darauf, wer den Text geschrieben hat. Ist es ein journalistischer Text von einem unabhängigen Medienunternehmen, steckt ein Unternehmen dahinter, das ein Produkt verkaufen will oder ist die Quelle unbekannt? Generell sind Seiten vom Bund, den bekannten Zeitungen, Zeitschriften und den Gesundheitsorganisationen gegenüber anderen Seiten als vertrauenswürdiger zu gewichten.

Kleiner Tipp: Medizinische Fachwörter, die Sie nicht verstehen, können Sie ganz einfach bei Wikipedia nachschlagen. Fürs Verständnis reicht das. Wenn Sie sich weiter ins Thema vertiefen wollen, können Sie später immer noch Fachliteratur hinzuziehen. Frei zugängliche Fachliteratur finden Sie im Internet auf der Webseite der Online-Bibliothek: The Cochrane Library.

Dr. Google skeptisch entgegentreten

Gehen Sie vorsichtig mit Informationen aus dem Internet um. Generell müssen Sie bei einer Internetrecherche damit rechnen, dass ein Suchresultat nicht der Wahrheit entspricht, Sie dieses eventuell mit Ihrem Wissen nicht richtig einordnen können oder aber es handelt sich beim Text um Werbung, die als solche nicht erkennbar ist.



27.12.2017
Bei weiteren Fragen rund um die Gesundheit steht SWICA-Versicherten die telemedizinische Beratung von santé24 unter der Nummer +41 44 404 86 86 kostenlos zur Verfügung. Eine Praxisbewilligung für Telemedizin ermöglicht es den Ärzten von santé24 zudem, bei telemedizinisch geeigneten Krankheitsbildern weiterführende ärztliche Leistungen zu erbringen. Mit der medizinischen App BENECURA können SWICA-Versicherte ausserdem bei Krankheitssymptomen einen digitalen SymptomCheck machen und erhalten Empfehlungen fürs weitere Vorgehen. Bei einem anschliessenden Telefonat mit santé24 entscheidet der Kunde im Einzelfall selber, ob er die im SymptomCheck gemachten Angaben santé24 freigeben möchte.