Neues aus dem Gesundheitswesen

Was tun bei Heuschnupfen?

Die ersten Sonnenstrahlen und das damit verbundene warme Wetter locken viele ins Freie. Heuschnupfealergikerinnen und -allergikern jedoch graut es in dieser Zeit vor tränenden Augen, Juckreiz und einer laufenden Nase. In unseren Breitengraden ist Heuschnupfen die häufigste allergische Erkrankung: Schweizweit leiden rund 22 Prozent der Männer und 26 Prozent der Frauen daran (BfS-Statistik aus dem Jahr 2017). Tipps, wie sich die Beschwerden lindern lassen:

  • Vor dem Zubettgehen die Haare waschen
  • Die Bettwäsche öfter wechseln
  • Wäsche zum Trocken nicht draussen aufhängen
  • Oberflächen in der Wohnung häufig mit einem feuchten Tuch abwischen
  • Kurz, aber richtig lüften. Bei längeren Regenphasen dagegen ausgiebig lüften, da die Luft dann von den Pollen befreit ist
  • Ventilatoren verzichten, denn sie wirbeln die Pollen, die am Boden liegen, auf und verteilen sie im gesamten Raum
  • Regelmässig den Rasen mähen
  • Bei windigem Wetter eine Brille zu tragen, um die Augen vor den herumfliegenden Pollen zu schützen
  • Bei Aktivitäten draussen den Pollenflug in der Schweiz berücksichtigen unter: pollenundallergie.ch
  • Die Medizinische Universität Wien bietet zudem eine Übersicht zu den Pollenflugdaten in Europa unter: polleninfo.org

Eine Desensibilisierung kann helfen

Bei der Desensibilisierung handelt es sich um eine Methode, die die Allergie im Ursprung bekämpft und die Symptome stark mindern kann oder im Idealfall verschwinden lässt. Zudem verhindert sie vielleicht, dass die Allergie im weiteren Verlauf Asthma auslöst. In der Regel dauert eine Immuntherapie drei bis fünf Jahre. Als erstes prüft die Allergologin oder der Allergologe mittels Haut- und Bluttests, auf welche Stoffe die Betroffenen allergisch reagieren. Anhand dieses Profils wird anschliessend die individuelle Therapielösung mit Allergenen zusammengestellt.

Weitere Informationen zum Thema Desensibilisierung im Gesundheitstipp.

Mad Pride 2022 in Bern

Für psychische Erkrankungen sensibilisieren und Vorurteile abbauen wollen die Initianten der « Mad Pride Schweiz». Am 18. Juni 2022 findet der öffentliche Anlass nach zwei Jahren Corona-Unterbruch wieder statt – mit einem farbenfrohen Umzug durch die Berner Altstadt und anschliessendem Fest auf dem Bundesplatz. Hier geht's zur Anmeldung.

SwissPedDose vereinheitlicht Kinder-Medikation

Die sichere und wirksame Dosierung von Medikamenten bei Kindern ist für Kinderärztinnen und -ärzte schwierig, da es kaum klinische Studien dazu gibt. Die Dosierungen von pädiatrischen Medikamenten wurden nun unter acht Schweizer Kliniken abgeglichen und mithilfe des Vereins SwissPedDose in einer nationalen Datenbank vereinheitlicht.

Suchtberatung SafeZone.ch

Suchtprobleme können die Lebensqualität stark beeinträchtigen. Mit der Online-Plattform SafeZone.ch haben das Bundesamt für Gesundheit und Infodrog in Zusammenarbeit mit verschiedenen Suchtfachstellen sowie Kantonen eine Online-Beratungsstelle für Suchtfragen entwickelt. Alle Beratungsangebote sind kostenlos und anonym. Wer lieber eine Beratung vor Ort möchte, findet hier eine Fachstelle in der Nähe.

Weiterhin Abgabe von medizinischem Heroin

Patientinnen und Patienten, die medizinisches Heroin erhalten, können weiterhin aufgrund strikter Kriterien bis zu sieben Tagesdosen Diacetylmorphin unter einem Mal beziehen. Aufgrund der positiven Erfahrungen während der Pandemie hat der Bundesrat beschlossen, diese Praxis bis zum 31. März 2023 zu verlängern. Bis dahin wird die Betäubungsmittelsuchtverordnung (BetmSV) vollständig revidiert.

Notfall-Finder App

Mit dem Notfall-Finder der Insel Gruppe findet man im Ernstfall ganz einfach schweizweit die nächstgelegene Notfallstation. Es ist zudem möglich, sich die Route zur gewählten Notfallstation mit einem Klick anzeigen zu lassen oder sich telefonisch mit dem Spital in Verbindung zu setzen. Die App kann im Apple App Store oder im Google Play Store kostenlos heruntergeladen werden. Mehr dazu hier.

Gratispublikationen der Rheumaliga Schweiz

Auf ihrer Website bietet die Rheumaliga Schweiz Publikationen an, die auch ohne medizinische Vorkenntnisse einfach verständlich sind. Die Texte zu verschiedensten Themen werden von Fachexpertinnen und -experten kontrolliert und regelmässig auf Aktualität gecheckt. Alle Publikationen können im Shop der Rheumaliga Schweiz kostenlos bestellt, als pdf-Datei heruntergeladen oder direkt auf der Website gelesen werden. Weitere Informationen hier.