Neues aus dem Gesundheitswesen

Sturz- und Stolpergefahr

Unfallursache Nummer eins in der Schweiz ist Stolpern und Stürzen. Ob im Büro oder im Homeoffice, jeder vierte Berufsunfall geht auf diese Ursache zurück. Die Gründe fürs Stolpern und Stürzen sind so banal wie vermeidbar: Seien es defekte, unebene oder glatte Böden, die mangelnde Beleuchtung oder einfach nur das unachtsame Gehen mit dem Smartphone. Viele dieser Unfallursachen liessen sich also mit einfachen Handgriffen beheben. Bereits tägliches Velofahren trainiert beispielsweise die fünf koordinativen Fähigkeiten betreffend Rhythmus, sich zu orientieren, zu reagieren, Gleichgewicht und zu differenzieren.


Grippeimpfung 2021

Die Grippewelle fiel aufgrund der Schutzmassnahmen gegen Covid-19 in der Wintersaison 2020/21 grösstenteils aus. Wenn die Massnahmen jedoch gelockert werden, kann es wieder zu Grippewellen kommen. Die beste Prävention gegen die Grippe ist die Impfung. Empfohlen wird sie für über 65-Jährige, Schwangere und Personen mit einer chronischen Erkrankung. Ebenso empfiehlt das Bundesamt für Gesundheit (BAG) Kinder ab 6 Monaten, die vor der 33. Woche oder mit einem Geburtsgewicht unter 1500g geboren wurden, in den ersten zwei Wintern nach ihrer Geburt gegen Grippe zu impfen. Dieses Jahr findet der Nationale Grippeimpftag am 5. November 2021 statt. Die ideale Zeit für die Grippeimpfung ist im November und Dezember, da die Grippewelle meist erst mit dem neuen Jahr startet.

Die Covid-19-Impfung steht der Grippeimpfung nicht im Weg. Unser Immunsystem kommt in der Regel sehr gut mit beiden Impfungen zurecht. Möglicherweise werden dieses Jahr zumindest für Risikopersonen die Grippeimpfung zeitlich mit einer Auffrischimpfung gegen Covid-19 kombiniert und auch Erstimpfungen gegen Covid-19 zeitgleich angeboten. Dies ist aber noch Inhalt fachlicher Diskussionen.


Einen Hirnschlag erkennen und richtig handeln

Am 29. Oktober 2021 ist Welt-Hirnschlag-Tag. Doch, wie erkennt man einen Hirnschlag und wie handelt man richtig, um einer betroffenen Person zu helfen? Mit der Kampagne «Hirnschlag erkennen. Leben retten.» will die Schweizerische Herzstiftung die Bevölkerung dahingehend sensibilisieren. Jährlich sind rund 16 000 Menschen von einem Hirnschlag betroffen. Viele Fälle mit Langzeitfolgen können vermieden werden, wenn mehr Menschen über das Thema «Hirnschlag» Bescheid wissen. Spannende Beiträge und Informationen zum Thema sind auf der Website der Schweizerischen Herzstiftung unter News & Anlässe (Stichwort: Hirnschlag) zu finden.

Deutliche Abnahme der Infektionskrankheiten seit Corona

Mit Ausnahme von der durch Zecken übertragenen Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) – Anstieg um 13 Prozent – reduzierten sich die meldepflichtigen Infektionskrankheiten im Vergleich zu 2019 zwischen 15 und 90 Prozent. Gemäss dem Bundesamt für Gesundheit (BAG) könnte eine Erklärung für den Rückgang eine tatsächliche Abnahme aufgrund der verordneten Massnahmen sein; ebenfalls als Grund in Frage kommt eine gesundheitssystembedingte Untererfassung der Fälle.

Pflegematerial wird einheitlich vergütet

Seit 1. Oktober 2021 finanzieren Krankenversicherer das Pflegematerial. Dies unabhängig davon, ob die Anwendung durch Versicherte, eine nichtberuflich mitwirkende Person oder durch eine Pflegefachperson erfolgt. Mit der Änderung im Krankenversicherungsgesetz (KVG) ist die Vergütung einheitlich geregelt.

Sicherheitsbarometer 2021: Kinder und ältere Menschen besonders gefährdet

Auf Schweizer Strassen sind Kinder und ältere Personen besonders gefährdet. Das bringt der Sicherheitsbarometer 2021 der Beratungsstelle für Unfallverhütung (BFU) zutage. Ein europäischer Vergleich zeigt: Hierzulande sind Kinder nur mittelmässig geschützt. Eine grosse Gefahr besteht für Kinder, wenn sie zu Fuss unterwegs sind. Im Alter von zwölf Jahren verletzen sie sich öfters mit dem Velo. Bei älteren Menschen passieren viele Unfälle beim Gehen, auf dem Velo oder E-Bike.

Pflegematerial wird einheitlich vergütet

Seit 1. Oktober 2021 finanzieren Krankenversicherer das Pflegematerial. Dies unabhängig davon, ob die Anwendung durch Versicherte, eine nichtberuflich mitwirkende Person oder durch eine Pflegefachperson erfolgt. Mit der Änderung im Krankenversicherungsgesetz (KVG) ist die Vergütung einheitlich geregelt.