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Die gesundheitspolitischen Standpunkte von SWICA

In den Standpunkten nimmt SWICA Stellung zu wichtigen politischen Fragen und Entwicklungen im Gesundheits- und Krankenversicherungswesen.

Die Standpunkte von SWICA

Grundversicherungsmodelle (Managed Care)

Mit Managed Care wird durch eine koordinierte Behandlung eine höhere Qualität erreicht. Gleichzeitig können die Kosten positiv beeinflusst werden. Ein Leistungserbringer übernimmt die Verantwortung für die Betreuung seiner Patienten. Diese Verantwortung erstreckt sich über die gesamte Behandlungskette und umfasst neben den medizinischen auch finanzielle Aspekte.

Für Patienten liegt der Vorteil darin, dass sie während der gesamten Behandlung vom gewählten Leistungserbringer begleitet werden. Dieser bleibt der Ansprechpartner von der ersten Konsultation bis zum Abschluss der Behandlung. Er kennt die Krankengeschichte des Patienten und koordiniert alle Schritte.

In der Grundversicherung profitieren die Versicherten von vergünstigten Prämien, wenn sie sich für ein Modell der integrierten Versorgung entscheiden. Diese Prämienrabatte können angeboten werden, weil durch koordinierte Behandlungen und richtige Verhaltensanreize erwiesenermassen geringere Gesamtkosten entstehen.

SWICA bietet deshalb die FAVORIT-Versicherungsmodelle an: Kundinnen und Kunden profitieren vom besten Preis-Leistungs-Verhältnis und sparen so bis zu mehreren hundert Franken pro Jahr. Der einzige Unterschied zur ordentlichen Grundversicherung «STANDARD» liegt in der Wahl der Anlaufstelle, der Leistungsumfang gemäss KVG bleibt identisch.

Prämienpolitik

SWICA setzt auf eine nachhaltige Prämienpolitik: Mittel- und langfristig führt kein Weg an kostendeckenden Prämien vorbei, da die Krankenversicherungsprämien ein Spiegelbild der verursachten Kosten sind. Das heisst: Je mehr und je bessere medizinische Leistungen die Bevölkerung beansprucht, desto höher fallen die Kosten aus. Die Verwaltungskosten machen mit 5 Prozent nur einen kleinen Anteil aller Kosten aus.
Als Gesundheitsorganisation belohnen wir die Eigenverantwortung unserer Versicherten, indem wir in der Grundversicherung attraktive Prämienrabatte auf unsere FAVORIT-Versicherungsmodelle gewähren. In den Zusatzversicherungen unterstützen wir Präventionsbemühungen grosszügig. Zudem erhalten unsere Versicherten mit dem BENEVITA Bonusprogramm individuelle Prämienrabatte von bis zu 15 Prozent auf ausgewählte Zusatzversicherungen.

Risikoausgleich

Der Risikoausgleich reduziert die Ungleichgewichte bezüglich Leistungsbezug, die durch unterschiedliche Versichertenstrukturen entstehen. SWICA begrüsst einen möglichst umfassenden Risikoausgleich, da dieser den Qualitätswettbewerb fördert. Die Krankenversicherungen sollen sich durch gute Servicequalität, attraktive Angebote und kompetente Beratung und Begleitung von erkrankten und verunfallten Versicherten profilieren können.

Einheitskasse

Dreimal innert zehn Jahren hat eine deutliche Mehrheit der Schweizer Stimmbevölkerung NEIN gesagt zu einer Einheitskasse, letztmals am 28. September 2014: 62 Prozent der Schweizerinnen und Schweizer sowie 19 Kantone haben die Vorlage abgelehnt. Das klare Ergebnis zeigt, dass unser Gesundheitswesen in der Bevölkerung breit abgestützt ist und dass die Mehrheit am regulierten Wettbewerb und an der Wahlfreiheit festhalten will. Die soziale Krankenversicherung wird als reformfähig betrachtet, ohne dass das ganze System durch Experimente mit höchst unsicherem Ausgang in Frage gestellt werden muss. Das Nein zur Einheitskasse ist gleichzeitig ein Ja zu den privaten Krankenversicherern, die ihre Aufgaben zur Zufriedenheit der Versicherten erfüllen. Wie jährliche Kundenzufriedenheits- und Image-Umfragen zeigen, sind die Versicherten mit SWICA sogar sehr zufrieden.

Unerwünschte Werbeanrufe

Immer wieder versuchen dubiose, oft aggressiv auftretende Vermittler Kunden mit falschen Angaben zu einem Beratungstermin zu bewegen. So geben einzelne Vermittler am Telefon Prämienversprechen ab und behaupten, sie würden mit SWICA zusammenarbeiten.

SWICA distanziert sich in aller Form von diesen Praktiken:
  • SWICA arbeitet nicht mit Maklern oder Vermittlern zusammen, die Anrufe aus dem Ausland tätigen oder Prämienvergünstigungen versprechen. Die Versicherungsdeckung ist von den individuellen Bedürfnissen der Versicherten abhängig. Diese können nur in einer seriösen Versicherungsberatung geklärt werden. Möchten Sie Ihren Versicherungsschutz überprüfen, steht Ihnen unser Kundenservice rund um die Uhr als Erstkontakt unter der Gratisnummer 0800 80 90 80 gerne zur Verfügung. Natürlich können Sie eine Offerte auch jederzeit online anfordern oder sich persönlich bei Ihnen oder bei uns beraten lassen.
  • SWICA gibt keine Kundendaten an Dritte weiter. Sollten Sie telefonisch kontaktiert werden mit dem Hinweis, die Kontaktaufnahme erfolge im Auftrag von SWICA, sind wir Ihnen sehr dankbar, wenn Sie dem Anrufenden folgende Fragen stellen:
    • Wie kommen Sie auf mich/uns?
    • Für welche Unternehmung arbeiten Sie?
    • Woher haben Sie meine Angaben?
Bitte notieren Sie sich diese Informationen und leiten Sie sie uns weiter. Lassen Sie sich die Telefonnummer des Anrufenden geben und übermitteln Sie diese an swica@swica.ch. Weiter haben Sie die Möglichkeit, dubiose Vermittler beim Branchenverband santésuisse oder beim Staatssekretariat für Wirtschaft SECO zu melden. Vielen Dank für Ihre Hilfe.

Gewinne in der Grundversicherung

Im Rahmen der Grundversicherung dürfen Krankenversicherer keine Gewinne erzielen. Sie müssen das Bedarfsdeckungsverfahren anwenden: Das bedeutet, dass sie die Prämien dazu verwenden, die Kosten für Leistungen zu decken. Die Krankenversicherer sind gemäss Krankenversicherungsaufsichtsgesetz (KVAG) juristische Personen ohne Erwerbszweck, die höchstens Überschüsse erwirtschaften dürfen: Finanzielle Mittel aus der sozialen Krankenversicherung dürfen sie ausschliesslich für die soziale Krankenversicherung verwenden. Jeder überschüssige Prämienfranken bleibt daher in der sozialen Krankenversicherung, um die gesetzlich vorgeschriebenen Reserven zu bilden. Mehr zu den Reserven finden Sie im separaten Standpunkt «Reserven».

Die Krankenversicherer sind verpflichtet, ihre Prämien fürs kommende Jahr bis jeweils Ende Juli dem Bundesamt für Gesundheit (BAG) zu unterbreiten. Das BAG prüft die Eingaben und gibt die Prämien anfangs Oktober an einer Medienkonferenz bekannt.

Anders ist es bei den Zusatzversicherungen, die dem Versicherungsvertragsgesetz (VVG) unterstehen. Hierbei handelt es sich um ein gewinnorientiertes Privatversicherungsgeschäft. Die beiden Tätigkeitsfelder unterliegen verschiedenen gesetzlichen Bestimmungen sowie unterschiedlichen regulatorischen Behörden. Die Grundversicherung wird durch das Bundesamt für Gesundheit (BAG) beaufsichtigt, die Zusatzversicherungen unterliegen der Finanzmarktaufsicht (Finma).

Reserven

Das BAG setzt Mindestreserven fest. Krankenversicherungen, die diese unterschreiten, müssen saniert werden, was hohe Prämienaufschläge oder die Aufgabe der Geschäftstätigkeit zur Folge hat. SWICA hält Reserven, die das gesetzliche Minimum nicht übersteigen, für unternehmerisch fahrlässig.

Ziel der Grundversicherung ist, die Prämien für das Folgejahr jeweils so festzusetzen, dass sie die Leistungen decken, also weder zu hoch noch zu tief sind. Dies kann jedoch nie vollumfänglich stimmen, da die Prämieneingabe jeweils im Juli für das Folgejahr ans BAG vorgenommen werden muss. Zu diesem Zeitpunkt kann nur geschätzt werden, wie stark die Leistungen zunehmen. Kommt es zu Überschüssen, fliessen diese in die Reserven und dienen dazu, Mehraufwand, der in einem Folgejahr entstehen kann, abzufedern. Damit wird verhindert, dass überdurchschnittlich hohe Prämienanpassungen erfolgen müssen und es kann eine gewisse Stabilität gewährleistet werden.

Die Reserven von SWICA sind solide, im Branchenvergleich jedoch nicht überdurchschnittlich hoch. Es werden somit rückwirkend weder Prämien zurückbezahlt noch nachbelastet.

Prämienregionen

Unterscheiden sich die Gesundheitskosten innerhalb eines Kantons stark, werden grössere Kantone in zwei oder drei Prämienregionen aufgeteilt. Das Eidgenössische Departement des Innern (EDI) legt die Regionen fest und bestimmt die maximal zulässigen Prämienunterschiede zwischen den Regionen. So gibt es in den Kantonen Bern, Graubünden, Luzern, Sankt Gallen und Zürich drei Prämienregionen, in den Kantonen Basel-Landschaft, Freiburg, Schaffhausen, Tessin, Waadt und Wallis sind es zwei. Alle übrigen Kantone haben eine Prämienregion. Die Krankenversicherer können für die Prämienregionen unterschiedliche Prämien festlegen. Die Unterschiede sind allerdings limitiert:

  • maximal 15 Prozent zwischen Region 1 und Region 2,
  • maximal 10 Prozent zwischen Region 2 und Region 3.

EDI plant Neueinteilung
Zurzeit beruht die Einteilung der Prämienregionen auf den Gemeinden. Das EDI plant, die Prämienregionen neu einzuteilen. Basis sollen nicht mehr die Gemeinden, sondern Teilbezirke sein. SWICA lehnt diese Änderung ab, da durch erhebliche Kostenunterschiede innerhalb von Teilbezirken eine Nivellierung der Kosten entsteht, die weder eine kostengerechte Prämienregionen-Einteilung noch eine korrekte Ermittlung der maximalen Rabatte ermöglicht. 

Die Neueinteilung hätte zur Folge, dass gegen drei Millionen Versicherte in rund 1200 Gemeinden mit zum Teil massiven Prämienerhöhungen rechnen müssten. Betroffen sind vor allem ländliche Gemeinden mit oft kostengünstigeren Angebotsstrukturen und kostenbewussten Versicherten.

Die Einteilung der Prämienregionen muss deshalb weiterhin auf Gemeindeebene erfolgen. Neueinteilungen sollen grundsätzlich im Rahmen von regelmässigen Überprüfungen möglich sein – sie müssen jedoch auf mehrjährigen, statistisch adäquaten und verlässlichen Daten basieren. Eine gezielte Umteilung einer Gemeinde kann dann in Betracht gezogen werden, wenn ein stabiler mehrjähriger Trend vorliegt.

Schwarze Liste

Das Krankenversicherungsgesetz (KVG) gibt den Kantonen seit 2012 (neuer Art. 64) die Möglichkeit, eine Liste mit säumigen Prämienzahlerinnen und -zahlern zu führen. Versicherte, die ihre Krankenkassenprämien der Grundversicherung trotz Betreibung nicht bezahlen, werden von den Kantonen, die eine solche «schwarze Liste» im Einsatz haben, auf diese Liste gesetzt. Bei den registrierten Versicherten führt dies zu einem sogenannten Leistungsstopp, was bedeutet, dass sie nur noch in Notfällen medizinisch behandelt werden, es sei denn, sie bezahlen die Behandlungskosten bar. Mit dieser Massnahme erhoffen sich die Kantone mit schwarzer Liste, dass sich die Zahlungsmoral im Gesundheitswesen verbessert und Einsparungen erzielt werden.

Jeder Kanton kann individuell entscheiden, ob er eine schwarze Liste führt oder nicht. Aktuell (Stand Juni 2018) setzen neun Kantone eine Liste ein: Die Krankenversicherer sind gesetzlich verpflichtet, Versicherte, die sie wegen ausstehenden Prämien oder Kostenbeteiligungen betreiben müssen, der zuständigen kantonalen Behörde zu melden. Einige dieser neun Kantone haben die schwarzen Listen bereits wieder abgeschafft oder wollen sie noch abschaffen, da das Führen der Listen Geld kostet, nicht jedoch die Zahlungsmoral verbessert.

Unsere Analysen haben ebenfalls ergeben, dass sich in den Kantonen mit einer schwarzen Liste die Zahlungsmoral vor und nach der Einführung der schwarzen Liste nicht verändert hat. Die Massnahme betrachten wir somit als wirkungslos. Eine Analyse der Gesundheitsdirektion des Kantons Zürich kommt zum gleichen Schluss. Dort wird sogar festgestellt, dass die Prämienschulden in Kantonen mit einer schwarzen Liste neue Höchststände erreicht haben. Da das Melden von Versicherten an die kantonalen Behörden bei den Krankenversicherern zusätzlichen administrativen Mehraufwand verursacht, eine Wirkung nicht beobachtbar ist und die Kundenzufriedenheit beeinträchtigt wird, lehnt SWICA den Einsatz von schwarzen Listen ab.

Versicherungsmissbrauch

Als Krankenversicherer hat SWICA in der Grundversicherung den gesetzlichen Auftrag, eingereichte Rechnungen zu prüfen, ob sie wirtschaftlich, zweckmässig und wirksam sind. SWICA kontrolliert so jährlich rund sechs Millionen Rechnungen. Obwohl die meisten Leistungsabrechnungen korrekt sind, entdecken wir regelmässig Fehler – nicht jeder Fehler wird jedoch bewusst gemacht. Eine sorgfältige Kontrolle durch die Versicherten ist daher wichtig. Verständliche Leistungsabrechnungen helfen, dass die Versicherte Fehler selber erkennen und diese SWICA melden können. Darauf gestützt können wir gezielte Kontrollen vornehmen.

Bezieht oder verrechnet jemand bewusst ungerechtfertigte Leistungen, ist das nicht nur unfair, sondern auch strafbar. In diesem Fall reden wir von Versicherungsmissbrauch, der der ganzen Versichertengemeinschaft schadet. SWICA geht gezielt dagegen vor: Bei Unstimmigkeiten oder konkreten Hinweisen leitet die Abteilung «Bekämpfung Versicherungsmissbrauch» entsprechende Abklärungen ein. Jährlich werden so rund hundert Fälle von Versicherungsmissbrauch aufgedeckt. SWICA hält sich dabei jederzeit an die sozialversicherungsrechtlichen Vorgaben.