Stillen während der Schwangerschaft

Stillen während der Schwangerschaft

Nach der Geburt ist Muttermilch die natürlichste und bestmögliche Ernährung für das Kind, denn sie ist genau auf dessen Bedürfnisse zugeschnitten. Steht während der Stillzeit bereits wieder eine Schwangerschaft bevor, kann das ältere Kind in den meisten Fällen getrost weitergestillt werden. Es lohnt sich aber, einige Aspekte zu beachten.

Medizinische Einwände

In einigen Fällen ist es nicht empfehlenswert, während einer erneuten Mutterschaft weiter zu stillen. Folgende Gründe sprechen dafür, das Stillen zu unterlassen:

  • Starke Schmerzen in der Gebärmutter
  • Blutungen
  • Schwäche des Gebärmutterhalses
  • Risiko für eine Frühgeburt
  • Anhaltender Gewichtsverlust der Mutter

Während des Stillens kann es zudem zu leichten Gebärmutterkontraktionen kommen, da sowohl in der Schwangerschaft und als auch während der Stillzeit das Hormon Oxytocin freigesetzt wird. Es ist dafür verantwortlich, dass einerseits Milch in die Brust einschiesst und andererseits die Geburtswehen rechtzeitig einsetzen. Das Zusammenziehen der Gebärmutter stellt aber meistens für das ungeborene Kind keine grosse Gefahr dar, da das Hormon während des Stillens nur in geringen Mengen ausgeschüttet wird.

Weitere Herausforderungen

In den letzten Monaten der Schwangerschaft kann das Anlegen des Stillkindes schwieriger werden. Aufgrund des vergrösserten Bauchs kann es die Brustwarzen nicht mehr gut erreichen. Das Stillen in der Seitenlage hat sich hierbei besonders bewährt, da das Baby direkt auf Brusthöhe angesetzt werden kann.

Es kann auch vorkommen, dass das ältere Kind am Ende der Schwangerschaft nicht mehr so gerne gestillt wird, da sich der Körper der Mutter erneut verändert und auf die bevorstehende Geburt vorbereitet. Zudem können wunder Brustwarzen oder regelrechte Schmerzen das Stillen unerträglich machen.

Kurz vor der Geburt des Geschwisterchens stillen sich die Mehrheit der Stillkinder zudem selber ab. Gründe dafür sind die Veränderung im Geschmack der Muttermilch, die nachlassende Milchmenge sowie die wunden und sehr empfindlichen Brustwarzen der Mutter. Viele Mütter fangen deshalb schon zu Beginn einer erneuten Mutterschaft mit dem Abpumpen an, damit Sie das Kind auch noch bis zur Geburt des Geschwisterchens weiterstillen können.

SWICA unterstützt die Stillkampagne 2015. Weitere Informationen finden Sie unter: www.stillkampagne.ch.



22.06.2015

Bei weiteren Fragen rund um die Gesundheit und Ernährung Ihres Babys stehen SWICA-Versicherten die telemedizinische Beratung von santé24 unter der Nummer +41 44 404 86 86 kostenlos zur Verfügung. Eine Praxisbewilligung für Telemedizin ermöglicht es den Ärzten von santé24 zudem, bei telemedizinisch geeigneten Krankheitsbildern weiterführende ärztliche Leistungen zu erbringen. Mit der medizinischen App BENECURA können SWICA-Versicherte ausserdem bei Krankheitssymptomen einen digitalen SymptomCheck machen und erhalten Empfehlungen fürs weitere Vorgehen. Bei einem anschliessenden Telefonat mit santé24 entscheidet der Kunde im Einzelfall selber, ob er die im SymptomCheck gemachten Angaben santé24 freigeben möchte.

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