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Bei Langstreckenflügen steigt das Thromboserisiko

Wenn es draussen wieder kälter wird, entscheiden sich viele für Ferien an einer wärmeren Destination. Bei längeren Reisen im Flugzeug fliegt aber immer auch das Thromboserisiko mit. In diesem Gesundheitstipp erfahren Sie, wie man auf Langstreckenflügen oder -fahrten das Risiko für eine Thromboseerkrankung minimieren kann.

Wenn es bei uns kalt ist, entscheiden sich viele für Ferien an der Wärme. Das bedeutet aber meist auch längere Reisezeiten. Da kann ein Flug Gut und Gerne einmal zehn Stunden oder länger dauern. Die Flugzeuge werden zwar immer grösser, jedoch nimmt auch die Anzahl Passagiere mehr und mehr zu. Dies führt zwangsläufig zu engen Sitzverhältnissen und dementsprechend zu wenig Beinfreiheit. Je länger also ein Flug oder eine Fahrt geht, desto höher ist auch das Thromboserisiko.

Die Gefässerkrankung Thrombose

Bei einer Verletzung nach einem Unfall schützt das Gerinnungssystem unseren Körper davor, zu verbluten. Eigentlich eine sehr gute Sache, wenn das Blut verklumpt und die Wunde am Körper dadurch verschlossen wird. Jedoch kann es vorkommen, dass das Blut auch in nicht verletzten Blutbahnen verklumpt. Bei einer Thrombose bildet sich in einem Blutgefäss ein Blutgerinnsel und verstopft die Blutbahn, wodurch die Blut- und Sauerstoffzufuhr zu den Organen unterbrochen wird. Im schlimmsten Fall kann das zu einer Lungenembolie, einem Herz- oder Hirninfarkt führen. Langes Sitzen sowie enge Sitzverhältnisse begünstigen die Bildung eines solchen Blutgerinnsels, vor allem in den Leisten und Beinen. Von dort können kleinere Thromben dann auch in lebenswichtige Organe wie Lunge, Gehirn oder Herz gelangen. Um das Risiko einer solchen Verstopfung der Beingefässe – z.B. bei Flugreisen – zu verhindern, gibt es hilfreiche Tipps.

Bewegung, lockere Kleidung und genügend Flüssigkeit
Der Schlüssel zum Erfolg liegt in der Bewegung der Beinmuskulatur, der lockeren Bekleidung von Hüften und Beinen und der ausreichenden Zufuhr von nicht-alkoholischen Getränken. Alle zwei Stunden sollte man nach Möglichkeit aufstehen und sich im Flugzeuggang die Füsse vertreten. Durch das Gehen wird die Blutzirkulation angekurbelt. Dazwischen helfen An- und Entspannungsübungen der Oberschenkel- und Wadenmuskulatur und Fussbewegungen, die man im Sitzen durchführen kann. Zusätzlich ist es wichtig, dass man genügend Flüssigkeit zu sich nimmt und alle zwei Stunden ein Glas (zirka drei Deziliter) Wasser trinkt. Im Flugzeug verbraucht man, aufgrund der sehr trockenen Luftverhältnisse, viel Flüssigkeit. Verliert man viel Flüssigkeit, wird das Blut dicker und das Risiko einer Blutverklumpung steigt weiter an. Bei längeren Flügen kann man ergänzend zu diesen Massnahmen Thrombosestrümpfe anziehen. In der Apotheke wird man dazu bestens beraten. Auf die Einnahme von Schlaftabletten sollte man verzichten. Es besteht die Gefahr, dass man während dem ganzen Flug schläft und die oben genannten Tipps nicht ausführen kann. Generell gilt: Ziehen Sie für die Reise im Flugzeug luftige, lockere und bequeme Kleidung an. So wird die Blutzirkulation in den Beinen nicht beeinträchtigt.

Risikopatienten
Hat man bedenken, dass die einfachen Tricks zur Verminderung des Risikos nicht ausreichen, ist der Gang zum Arzt die sinnvollste Alternative. Risikofaktoren können das Alter über 60, Übergewicht, Schwangerschaft, Vorerkrankungen des Gefässsystems (z.B. Krampfadern) oder eine genetische Veranlagung sein. Auch bei vorausgegangenen Operationen, längeren Ruhigstellungen oder der Anwendung von hormonellen Verhütungsmitteln kann eine Thromboseprophylaxe beim Reisen sinnvoll sein. Der Arzt kann Risikopatienten beraten und allenfalls ein Injektions-Set oder Medikamente zur Einnahme verschreiben. Die Medikamente des Injektions-Sets kann sich der Patient zwei Stunden vor dem Abflug mit Hilfe einer Anleitung selbst in den Oberschenkel spritzen.

Bei weiteren Fragen rund um Ihre Gesundheit stehen Ihnen als SWICA-Versicherte die Ärzte und das medizinische Personal der telefonischen Gesundheitsberatung sante24 kostenlos und rund um die Uhr mit fachkundigem Rat zur Verfügung. Auf Wunsch vereinbart sante24 einen Arzttermin. Tel. +41 (0)44 404 86 86. Mit der medizinischen App BENECURA können SWICA-Versicherte ausserdem bei Krankheitssymptomen einen digitalen SymptomCheck machen und erhalten Empfehlungen fürs weitere Vorgehen. Der Kunde entscheidet in Einzelfall vor einem Telefonat, ob er die im SymptomCheck gemachten Angaben sante24 freigegeben möchte.

21.11.2018

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