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Geschmacksverstärker: Harmlos oder ungesund?

Jeder kennt das Phänomen. Es gelüstet einen nach Chips und ehe man sich versieht, ist die ganze Packung leer. Der Grund: Geschmacksverstärker wirken appetitanregend und verlangsamen das Sättigungsgefühl.

Wie der Name schon sagt, intensivieren Geschmacksverstärker den Geschmack oder den Geruch des Essens. Es sind keine Gewürze, sondern natürliche oder künstlich hergestellte Substanzen, die eigentlich geschmacksneutral sind und lediglich das Aroma eines Nahrungsmittels hervorheben. Durch das stärkere Aroma wird das Hungergefühl angeregt und letztlich mehr gegessen. Der bekannteste Geschmacksverstärker Glutamat gehört zu den natürlichen Zusatzstoffen und wird vom Körper selbst produziert. Er ist ein wichtiger Botenstoff, der für den Zellstoffwechsel im Gehirn zuständig ist. Der Körper braucht ihn unter anderem für die Schmerzübertragung, die Gedächtnisleistung, das Körperwachstum, die Gewichtsregulierung und die Appetitsteuerung. Ein übermässiger Konsum, der oft durch den Verzehr von Fertigprodukten verursacht wird, kann Schweissausbrüche, Magenschmerzen oder Migräneanfälle auslösen.

Worauf es zu achten gilt
Die Schweizerische Gesellschaft für Ernährung (SGE) zählt Geschmacksverstärker zu den Zusatzstoffen und deklariert sie mit E-Nummern (E620-625). Glutamat (E621) ist überwiegend in Streuwürze wie Aromat, in Dosen-, Tiefkühl- und Fertiggerichten, Chips und anderen Knabbereien, Fertigsuppen und -saucen, Salatdressings sowie Wurstwaren enthalten. Der Zusatzstoff ist nur schwer auf der Zutatenliste der Nahrungsmittel aufzuspüren, da es den Herstellern überlassen ist, ob sie die E-Nummern oder allgemeinere Begriffe angeben möchten. Häufig verbirgt sich der Geschmacksverstärker hinter Bezeichnungen wie Hefeextrakt, Würze, Tomatenpulver, Milcheiweisskonzentrat oder einfach nur Aroma. Kein Glutamat vorhanden ist in Babynahrung, Milch, nicht emulgierten Ölen und Fetten, Teigwaren, Kakao- und Schokoladenerzeugnissen sowie Fruchtsäften.

Feine Alternativen
Kochen Sie mit frischen Zutaten, anstatt Dosen- oder Fertiggerichte aufzuwärmen, denn unverarbeitete Lebensmittel enthalten weniger Glutamat als Fertigprodukte. Verfeinern Sie Ihr Essen mit echten Gewürzen und frischen Kräutern, denn diese haben einen intensiven Geschmack und verleihen die nötige Würze. Vor dem Servieren kann ein wenig Rahm oder Wein das Gericht zusätzlich verfeinern.

 

01.10.2014


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